Montag, 5. Mai 2014

Streamline - Maibock Cup, 3. - 4. Mai 2014

Unsere erste Streamlineregatta dieses Jahr findet am malerischen Starnberger See statt. Traditionell erwartet uns ein zweiter Platz und schönes Wetter, eventuell mit Föhn. Mit dem schönen Wetter haben wir uns angefreundet, den ewigen zweiten Platz würden wir gerne gegen einen Sieg eintauschen. Extra dafür haben wir beschlossen schon abends am 1. Mai loszufahren so dass wir noch einen Tag fürs trainieren haben. Für mich geht es um 16 Uhr von HH nach Berlin im ICE. Leider bleibt der Zug wegen einer lebensmüden Person kurz hinter Hamburg stehen und der Strom auf der Hochgeschwindigkeitstrasse muss abgestellt werden. Nach ca. einer Stunde fährt der Zug los, allerdings wieder zurück nach Hamburg. Von da geht es dann über Ülzen nach Berlin. In Berlin-Spandau sind dann ultimativ 90 Minuten Verspätung auf der Uhr. Malte und Thilo haben schon alles verschnürt und ich muss nur noch ins Auto springen und los gehts. Mit der Streamline am Haken ziehen sich die 600km lange hin, aber wir versüßen uns die Strecke mit unserem LKW ärgere dich spiel, bei dem wir bergab überholen und dann mit 60 km/h den nächsten Berg wieder hochschleichen und der LKW uns überholen muss. Ein Genfood-gefüttertes McDonalds Essen, sintflutartigen Regenfällen und 7 Stunden später landen wir dann um halb 3 endlich im Münchener Yachtclub. Übernachtungsmöglichkeiten hat der MYC direkt vor Ort, also können wir direkt ins Bett im Bootshaus fallen.
Die Fahrt lies es erahnen: am Morgen werden wir von Regen geweckt. Bleierne Flaute liegt auf dem See, aber ein Frühstück später hört wenigstens der Regen auf und wir können das Boot kranen und aufriggen. Am späten Nachmittag setzt dann auch ein leichter Luftzug ein und wir üben ein paar Wenden und Halsen und gönnen uns zum Schluss einen 10 Minuten Halbwindglitsch unter Vollzeug am Alpenpanorama entlang. Halbwind bei 6 Knoten Wind machen sich die 80m² Segelfläche sehr positiv bemerkbar.
Abends geht es dann mit der Wettfahrtleitung und unseren Dauerkontrahenten in Starnberg essen. Die Bayerischen Portionen sind sehr lecker ab für den großen Berliner Hunger dann doch zu schmal. Trotz leerer Teller verspricht der nächste Tag null Sonnenstunden, vermutlich Regen und bestenfalls 4-6 Knoten Wind.
Der Morgen beginnt, typisch für München, mit Startverschiebung. Nach einer Stunde hat sich der Wind stabilisiert und es geht los. Unser Kompass hat mal wieder Stromprobleme, also müssen wir die Winddreher selber sehen. Glücklicherweise sind die Dreher sehr groß, so dass das halbwegs gut funktioniert. Wir sind ordentliche 13 Streamlines und 8 Joker auf der Bahn. Der Kurs ist ein Up/Down, mit Leetonne gleich Startlinien-Tonne.
Die erste Wettfahrt fängt sehr spannend an, das Feld teilt sich in links und rechts auf. Wir sind auf der guten, rechten Seite, kommen ganz gut über dreiviertel der Kreuz. Dann kommt der dicke Dreher, der die andere Seite monströs bevorteilt. Es reicht noch gerade so für uns, dass wir mit wenigen Metern Vorsprung ums Luvfass zu gehen. Auf dem Vorwindkurs haben wir guten Speed und können uns vom Feld absetzten. Danach haben die Anderen Teams miteinander zu tun und wir können halbwegs entspannt unseren Stiefel segeln und die Dreher ''optimal'' mitnehmen. Nach drei Runden geht es dann in Ziel und wir haben einen halben Schenkel Vorsprung. Es wird vielleicht doch was mit dem Gesamtsieg auf jeden Fall versüßt uns der erste Sieg das miese Wetter mit unter 10°C Lufttemperatur. Die zweite Wettfahrt ist auf nur zwei Runden angesetzt. Wir starten an  der Startlinientonne. Der Wind ist weggekippt, so dass wir auf Backbordbug nicht über die Linie kommen. Zum Startschuss dann gleich die Wende aber es fehlen 5 Meter bis zur Linie. Damit schaffen wir es nicht vor dem Feld zu passieren. Wir müssen auf die linke Seite rausfahren und kommen im Pulk an der Tonne an. Vier Boote parallel fahren mit Steuerbordbug auf die Anliegelinie. Vorne liegt 2079, dann wir und hinter uns die 2073 und noch eine Streamline. 2079 wendet und zwingt die Anderen zum unterwenden. Damit kommen wir noch ganz gut um die Tonne, bei den anderen wird es eng mit der Bahnmarke. Auf dem Verholer zur Tonnen haben wir als erstes die Tüte stehen und schieben uns vor die 2079, bekommen deren Bugspitze ins Heck, leider keinen Kringel. Wir halsen direkt hinter der Tonne 2 und liegen dann mit 2018 und 2055 vorne. Die haben etwas mehr Wind und fahren kontinuierlich weiter weg. Die zweite Kreuz absolvieren wir auf der falschen Seite. Die beiden Führenden 2018 und 2055 sind mittlerweile weit weg und wir hängen der 2081 im Heck als wir endlich das zweite Mal das Luvfass runden. Die Halse zum richtigen Zeitpunkt lässt uns den idealen Weg im Windstreifen fahren während die 2081 einparkt. Also sind wir ungefährdet auf Platz 3. Derweil entreißt die 2018 der 2055 wenige Meter vorm Ziel den Sieg.
Die dritte Wettfahrt dann beginnt unschön: die 2007 drängt sich am Start zwischen uns und eine Streamline in Lee obwohl definitiv kein Platz ist. Das bringt unseren Vorstart ein wenig durcheinander, wir ziehen zu früh an und bekommen die Flagge X. Glücklicherweise ist in Lee kein Boot, also schnell hart abfallen und neu starten. Sind dann rechts raus gefahren mit Wind und haben einen schönen Dreher gekriegt. An dritter Stelle oben am Fass. Vorm Wind läuft es, aber die Kreuzen klappen nicht so wahnsinnig gut. Effektiv dann Vierte im Ziel hinter 2018, 2073 und 2007.
Mit 2007 haben wir noch ein Hühnchen zu rupfen, also Abendprogrammpunkt 1: Protest. Also direkt nach dem Freibier. 2007 kämpft, mit vielen Zeugen, aber die Situation ist zu eindeutig und unsere Zeugen kohärent. Damit verbessert sich unsere Platzierung von vier auf drei. Und unsere Tagesplatzierung von 1 auf 1.
Die Protestverhandlung geht nahtlos ins gemeinsame und leckere Dinner über. Die Streamline KV hat die Regatta letztes Jahr in Maibock-Cup umbenannt, also gibt es noch ein 30 Liter Maibockfass, gespendet von einem Streamlinesegler. Als das Fass leer ist spendiert das Sportressort des MYC noch ein paar Liter Freibier mehr.

Der Abend nimmt seinen Lauf, die Teilnehmer dünnen sich langsam aus und wir beschließen den Abend mit einer Poolparty à la Munich zu der es eine Connection von Mitseglern aus München gibt. Die erfüllten Klischees sind fast nicht zählbar. Glücklicherweise fährt uns einer der Mitsegler hin und auch wieder zurück auf jedenfalls sind wir voll und die Nacht verspricht kurz zu werden: Um 9 Uhr am Morgen ist KV-Versammlung.
Malte schlägt ein KV Boot vor, auf dass sich Jugendteams bewerben können. Die Idee wird angenommen. Also falls das für euch Leser interessant ist, dann haltet die Augen und Ohren offen. Außerdem wird ein neuer North Spinnaker unter allen Teilnehmern verlost. Der Präsi hat die Idee, dass die zuletzt aus einem Hut gezogene Segelnummer den Spi gewinnt. Wir sind der vorletzte Zettel. Schade, aber spaßig war es mit jeder Karte Hoffnung in den Augen der Verlierer verlöschen zu sehen.

Nach der üblichen Stunde Startverschiebung dann geht es los und wir nehmen die letzten beiden geplanten Wettfahrten in Angriff. Der Wind ist wie am Vortag. Der Start ist solide. Wir, die 2055 und die 2079 fahren links raus, der Wind dreht passend mit während der Großteil vom Feld, das es über rechts versucht kurz hinter der Startlinie einparkt. Die 2055 ist noch weiter links und profitiert von der Winddrehung noch mehr und geht als erste rum. Gefolgt von uns, 2079, 2047 und 2018. Zusammen mit der 2055 fahren entfernen wir uns immer weiter vom Feld. Die 2018 sind unsere direkten Konkurrenten auf den Sieg, und schieben sich auf dem Vorwindkurs auf den dritten Platz vor - nicht gut für uns. Auf der zweiten Kreuz ändert sich nicht viel, aber auf dem Vorwindkurs kommen wir 2055 sehr nah. Wir fahren relativ spitz und sind quasi querab aber leider parkt dann eine Joker vor uns ein und nimmt uns den Wind, während 2055 ein paar Meter weiter in Lee unbeschadet vorbeikommt. Damit ist das Rennen dann auch gelaufen. Unten wird abgekürzt und wir damit 2te.
Der Wind schläft derweil ein und alles orientiert sich Richtung Yachtclub. kurz vor 14 Uhr zieht doch wieder Wind von der Ostseite über den See. Leider ist der Wind nicht stabil genug um noch eine Wettfahrt anzuschießen und die Wettfahrtleitung entscheidet dass es dann auch genug ist und zieht AP über A.
 Also ab in den Hafen, abbauen, einpacken und die Preise einsammeln (leckere Nudeln und Flachmänner).Wir haben es wieder geschafft unseren reservierten 2. Platz einzufahren. Ein Punkt hinter dem 1. Platz. Es siegt die 2018 und die 2055, auch aus Berlin, steht mit auf dem Treppchen.
Das Boot ist mit einem Teil der Crew von 2018 unterwegs nach Köln zwecks Rheinwoche und wir dementsprechend ein ganze Ecke schneller auf dem Weg zurück nach Berlin.
Die Schneegrenze war dieses Jahr niedrig und Fernlicht gibt es nicht nur bei Autos.
Stay tuned



Sonntag, 4. Mai 2014

Rupenhorner Teeny Start 2014, von Frank Lüneberg



Am Wochenende 26.+27.4. gingen in Berlin beim Rupenhorner Teeny Start 23 Crews an den Start. An beiden Tagen zeigte sich die Sonne, ab und zu allerdings mit ein paar Wolken, Wind im Mittel 2-3, bis zu 5er Böen. Der Start am Samstag war auf 13:00h gelegt, damit die auswärtigen Segler genug Zeit zum Anreisen hatte. Jedoch waren die Niedersachsen, NRW`ler und Hamburger schon am Freitagabend da, so dass am Samstagmorgen noch Zeit für ein ausgiebiges Frühstück war und finetuning an den Jollen vorgenommen werden konnte.
Beim Auslegen der Bahn zeigte der Berliner Wind was er konnte. Dreher bis zu 90Grad verschoben den ersten Start ein wenig. Lothar Loehrke, der Wettfahrtleiter behielt die Nerven und die Ruhe gemeinsam mit der Startbootmannschschaft. Das Zielboot blieb dann gleich im Hafen, da ein Ladegerät seinen Geist aufgegeben hatte und die Batterien die Maschine nicht starten ließ. Unser Kutter mit der kompletten Verpflegung für die Segler übernahm daher am Samstag die Aufgaben des Zielbootes.
Der erste gelungene Start verlangte dann von den Anfängern so einiges, da diverse Böen auf der Bahn eine leichte Panik aufkommen ließ. Trotzdem kamen alle ins Ziel, Anton und Carlotta mit fast einer Bahnlänge vor dem zweiten (Martin und Stefan Schmidt, Seeburger See). Charlotte Henkel und Lena Leiers kamen als 3. ins Ziel.

Direkt nach dem 1.Zieleinlauf des Rupenhorner Teams, David Neeb und Nick Kauschmann ,brach ihnen der Lümmelbeschlag, so dass die 2. Wettfahrt ohne die beiden Anfänger stattfand. Abends stand somit eine Reparatur an.

Nach 2 Wettfahrten ging es zurück zum Klub am Rupenhorn. Einen Jongleur hatte der KaR engagiert, der nicht nur vorführte, sondern alle Segler zum Mitmachen motivierte. Auf der großen Wiese wurde dann 2 Stunden geprobt.  Dazu gab es ein riesiges Grillbuffett mit verschiedenen Salaten. Der Abend klang dann so langsam aus. Leistungsschlaf war angesagt.



Für den Sonntag war wieder ausreichend Wind vorausgesagt. Die Teenys wurden erneut getrimmt und los ging es. Der erste Start war für 10:00h angesetzt. Diesmal mit Up and Down und Gate. Eine schöne lange Kreuz, wieder mit Drehern und durch die vielen Sonntagssegler anspruchsvoll zu segeln, verlangte viel von den Jüngsten. Einige unsportliche Dickschiffsegler knallten durchs Feld und verursachten Angst und Schrecken und bei einigen Seglern auch Tränen. Das wird allerdings auf BSV-Ebene noch einmal thematisiert. Bei den am Sonntag zwei gesegelten Regatten sortierte sich die Liste noch ein wenig. Mit vier ersten Plätzen tat sich jedoch ganz oben nichts mehr. Anton und Carlotta waren einfach unschlagbar. Einen Sonderpreis bekamen die jüngste Seglerin Alegra Pflüger(YCSt) und der jüngste Segler Nick Kauschmann (KaR).

Eine tolle Siegerehrung und ein Kuchenbuffett rundete die Regatta dann erfolgreich ab. Das Organisationsteam, Sportobfrau Annika Oline Großmann und Frank Lüneberg, Stellvertretender Vorsitzender zeigten sich zufrieden und freuen sich schon auf das nächste Jahr.

Ergebnisliste und Diashow auf: www.kar-berlin.de
Fotos: Florian Kleiß


Donnerstag, 1. Mai 2014

Bericht 420er Ostertrainingslager 2014 im Ferienzentrum Bi-­‐Village in Kroatien -­‐ Istrien (18.04. – 26.04.2014)



Von Franka Mehler
Freitag, den 18. April 2014: Am Karfreitag trafen sich insgesamt zehn Segler aus dem Segler--‐Verein Stößensee (Anja, Ferdinand, Jan, Jonas, Max und Zoe), dem Klub am Rupenhorn (Fabian und Franka) und der Seglervereinigung Havel (Fabian und Mike), um die Boote zu verladen. Nachdem alle 420er sauber und ordentlich auf den Trailern festgezurrt wurden, fuhren alle nach Hause, um die letzten Sachen zu packen. 

Samstag, den 19. April 2014 Am Samstag ging es dann voller Vorfreude auf Sonne, Segeln und Wind nach Kroatien. Um 15:00 Uhr saßen alle in den drei Autos und wir machten uns bereit für eine 17--‐stündige Fahrt durch Deutschland, Österreich, Slowenien und Kroatien zu unserer 1200km entfernten Unterkunft in Fažana in Istrien.  

Sonntag, den 20. April 2014 Nach einer langen, anstrengenden aber dennoch lustigen Autofahrt, sind wir am Sonntag um 8:30 Uhr mit purem Sonnenschein im Ferienzentrum Bi--‐Village angekommen. Da wir schneller angekommen sind als gedacht, und nicht faul rumsitzen wollten bis wir unsere Häuser beziehen durften, bauten wir die Boote auf. Kurz vor Beendigung des Booteaufbauens machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und es gab einen kurzen Platzregen, sodass alle Sachen leicht durchnässt waren. Da Alexander und Philipp schließlich die Hausschlüssel besorgen konnten, wurden erst einmal alle Taschen ins Trockene gerettet und dann gab es auch wieder den erhofften Sonnenschein. Nun wurde erst einmal gefrühstückt, was sich bei einer „voll ausgestatteten Küche“, ohne Backofen, als etwas schwierig erwies. Als Janine dann kurzerhand auf die Idee gekommen ist die Brötchen in der Pfanne zu „grillen“, waren alle glücklich. Für die zukünftigen Tage musste sie somit die Essensplanung neu überdenken.  Nachdem dann die Zimmer aufgeteilt wurden, bezogen wir diese. Danach wollten wir das Segelgebiet erkunden und uns an das Mittelmeer gewöhnen. Wir beschlossen also kurzerhand noch am Ankunftstag mit dem Segeln zu beginnen und starteten mit einem freien Training. Nachdem wir beim Segeln vom klaren Wasser beeindruckt waren haben die meisten beschlossen in dem noch 15°C kaltem Mittelmeer baden zu gehen. Danach haben wir uns das Salzwasser abgeduscht und unsere Kartoffelsuppe mit Würstchen in der Abendsonne gegessen.  


Montag, den 21. April 2014 Der Montag wurde durch den vielen Wind geprägt. Es war der erste geplante Trainingstag. Nachdem wir um 8:00 Uhr gefrühstückt hatten, begannen wir das Vormittagstraining bei etwa drei Windstärken mit Spimanövern. Wir besprachen und übten das Lee--‐ und Luvtonnenmanöver und die Spihalse. An Land aßen wir dann entspannt unsere Lunchpakete und segelten bei rund fünf bis sechs Windstärken wieder aufs Wasser. Wir wollten das Training vom Vormittag weiterführen, was sich durch viele Kenterungen als schwierig erwies. Nachdem sich dann alle wieder durch eine warme Dusche und ein warmes Abendessen vom anstrengenden Segeltag erholt hatten, schauten wir uns das Videomaterial der GoPros an. Die Videokameras waren an den Booten befestigt und boten uns schließlich die Möglichkeit unsere Fehler zu analysieren und erstaunlich gute Manöver zu betrachten. 

Dienstag, den 22. April 2014 Der Dienstag begann erst einmal mit Frühsport um 8:00 Uhr. Wir joggten 15 min bis zum Hafen von Fažana, zwischendurch ein paar Liegestütz und Situps, dann eine kurze Verschnaufpause und die 2,5 km lange Strecke wieder zurück. Nach einer erfrischenden Dusche saßen wir alle zusammen und genossen das Frühstück. An diesem Tag gab es weniger Wind, sodass wir unsere gestrige Übung weiterführen konnten. Diese waren am Vortag noch nicht von allen optimal ausgeführt worden. Da wir mehr von unserem Segelgebiet sehen wollten, entschlossen wir uns aus unserer  Wenden und Rollwenden konzentrieren konnten. Diese klappten ebenfalls schnell recht gut, was auch die Videoanalyse am Abend zeigte. Nach dem Abendbrot spielten alle gemeinsam Karten und ließen den Tag entspannt ausklingen. 

Donnerstag, den 24. April 2014 Donnerstag war leider schon unser letzter Segeltag, den wir nun voll ausnutzen wollten. Aufgrund von Regen fiel der Frühsport aus, wodurch wir schnellstmöglich aufs Wasser gekommen sind. Zunächst wurden die Übungen der Vortage wiederholt, dann mehrmals ein Start geübt und anschließend mehrere Miniwettfahrten gefahren, damit jeder alle gelernten Manöver sinnvoll anwenden kann. Um einen schönen runden Abschluss zu haben, gab es dann ein entspanntes freies Segeln zum Abschluss. Im Anschluss wurde sich erst einmal umgezogen und die Boote für die Rückfahrt abgebaut, verpackt und verzurrt. 

Freitag, den 25. April 2014 Am Freitag gab es draußen in der Sonne ein letztes gemeinsames Frühstück. Anschließend wurden die Zimmer aufgeräumt, die Taschen gepackt und in die Autos verladen, sodass wir dann noch einmal den Strand, die Sonne, das Wetter, das Wasser, das ganze Feeling genießen und dieses Trainingslager angemessen ausklingen lassen konnten. Daraufhin machten wir noch ein Gruppenfoto und fuhren nach einem Abstecher am Hafen von Pula mit einem Eis im Magen zurück nach Deutschland.  

Samstag, den 26. April 2014 Wir alle haben die Zeit genossen und wollten noch länger bleiben, weil es so schön war. Wir haben viel dazugelernt und haben einmal die Berliner Luft aus der Lunge bekommen, konnten konstanten Wind genießen und hatten ein wundervolles Segelrevier. Wir hoffen, dass wir dies nächstes Jahr wiederholen können. Auch wenn diese Zeit einzigartig war, freuen wir uns auf Berlin, auf unseren Verein und unsere Havel. Zum Schluss möchten wir uns für das Engagement der Familien Heinrich, Seiffert, Steinbrenner, unserer Begleiterin Janine und unseren Trainern Alexander und Philipp bedanken. Ohne euch wäre dieses Trainingslager nicht möglich gewesen. VIELEN DANK!  

Montag, 7. April 2014

Relegation 2014



Unsere erste Regatta für 2014 ist die Relegation für die Segelbundesliga. Anfang April ist das Wetter dieses Jahr zwar vielerorts schon fast sommerlich, in Glücksburg an der Flensburger Förde ist es leider mit unter 10°C, wenig Sonne  und ordentlich wind zwischen 18 und 33 Knoten relativ ungemütlich.  Sinn und Zweck dieser Monsterveranstaltung mit 61 Teilnehmenden Teams und etwa 90 geplanten Wettfahrten in zweieinhalb Tagen ist das Aussegeln der verbliebenden 5 freien Plätze in der 1. und den 18 freien Plätzen in der neuen 2. Segelbundesliga. Mit dabei ist das ‚Who is Who‘ der deutschen Segelszene, abgesehen von der gesetzten 13 Erstligavereinen (zum Beispiel: Berliner YC, DTYC, NRV, VSaW, YCBG, …), allen voran natürlich der Klub am Rupenhorn mit Malte, Thilo, Olaf und Simon.
Gesegelt wird auf sechs J70 und acht J80. Die Rennen sollen im Schnitt ca. 20 Minuten dauern. Dann müssen regelmäßig die Teams ausgetauscht werden so dass inkl. Startzeit ca. 10 Minuten Wechselzeit hinzukommen. Dafür fahren 14 Motorboote zwischen der Wechselzone, direkt hinter der Ziellinie, und dem Steg des DHH hin und her. Zusätzlich sind auf der Bahn zwei Juryboote pro Startgruppe, zwei Reparaturboote und zig Helfer an Land. Gestemmt wird dieser Aufwand von einer Vielzahl von ehrenamtlichen Helfern aus dem Flensburger Segelclub und vor allen vom Deutschen Hochseeverband Hansa (DHH), der auch die J80 stellt.
von www.segelbundesliga.de
Am Freitagmorgen haben wir um kurz nach 10 Uhr unseren ersten Trainingstermin auf einer der J70. Es bläst ganz ordentlich und wir legen uns auf dem ersten Vorwindgang unter Gennaker ganz ordentlich auf die Seite. Baumniederholer öffnen reicht nicht, wir müssen das Gennakerfall kommen lassen und schon richtet sich die Kiste wieder auf. 
von www.segelbundesliga.de
von www.segelbundesliga.de
Die J80 sind wir ja schon gewöhnt, aber die J70 ist deutlich kleiner, verdammt viel leichter und damit natürlich auf kippeliger. Alles in allem muss man aber sagen, dass das Schiff ganz gut gelungen ist, wann erst Mal über die zwergigen Ausmaße hinweg ist. Wenn es mit 6 BFT bläst geht das Boot unter Gennaker auch richtig gut ab. Da hat man schon Probleme mit dem Motorboot hinterher zu kommen.
Nach der ersten Wasserung kriegen wir das Boot immer besser in den Griff, aber dann kommen vor Ende unserer Trainingszeit mehrere Motorboote zu uns und teilen uns das vorzeitige Ende der Trainingseinheit und genauer aller Trainingseinheiten mit.

von www.segelbundesliga.de
von www.segelbundesliga.de



Auszug aus unserem WhatsApp Feed:

Fr 14:21; Hallo Leute, viel Wind und schon zwei gebrochene J80 Masten.

Etwas verwundert steuern wir den Hafen an und können flügellahme J80 bewundern. Die Böen sind mit über 30 Knoten etwas zu heftig geworden und die Masten vermutlich nicht ordentlich für das Wetter getrimmt. Der Wind macht nicht nur einen Strich durch die Trainingsvorbereitung sondern verschiebt auch den Start für die erste Wettfahrt, 

Fr 14:22; Startverschiebung bis 16 Uhr wegen Wind und Schäden.
Fr 16:00; Startverschiebung bis 17 Uhr.

der ursprünglich auf 14 Uhr angesetzt war um drei Stunden nach hinten. Dann sollen die Spitzenwindgeschwindigkeiten auf ein überschaubareres Niveau sinken.
Tatsächlich hat es sogar drei J80 erwischt. Aber bis 17:00 sind alle Masten ausgetauscht und es kann wie geplant losgehen.

Fr 20:19; Erste Wettfahrt auf J80: Prima Start, top Manöver (der Gennaker durfte nicht gesetzt werden) und sicher als erste in Ziel.
Fr 20:40; Zweite Wettfahrt: direkt im einer Anschluss auf einer J70, vom Training wussten wir, dass Kisten sehr wackelig sind. Auch hier sind wir ohne Tüte auf der Bahn.
Fr 20:43; Die Wettfahrtleitung begann das Startverfahren, obwohl wir noch nicht bereit waren. Wurden dann noch am Startschiff abgedrängt und mussten abdrehen. Mit 20s Rückstand ging es dann auf die Bahn.

Das war leider ein kleiner Ausreißer in der sonst fast makellosen Durchführung des Events. Nach dem Wechsel bleiben einem Team 2 Minuten um das übergebene Boot durchzuchecken. Bei Schäden etc. kann dann das Reparaturboot gerufen werden, was natürlich bei den Starkwindbedingungen relativ häufig in Anspruch genommen werden musste. Das Startschiff hat sich aber von der Tatsache, dass einige Boote noch nicht Startbereit waren nicht beirren lassen und das nur 3 Minütige Startverfahren eingeleitet. Wir haben zwar den Start trotzdem noch geschafft, anderen Teams erging es aber noch schlechter. Sie waren nicht in der Lage zu starten, weil die Genua, oder der Gennaker in Fetzen lag. Glücklicherweise ließ sich diese Problematik auflösen, indem diese Rennen für die betreffenden Teams gestrichen wurden, da am Ende nur der Durchschnitt aus den gesegelten Rennen zählt. Darüber hinaus wurde die Kommunikation zwischen den Wechselmotorbooten und dem Startschiff verbessert, so dass solche Probleme nicht wieder auftauchten.

Fr 20.45; Manöver waren gut, sind ran gekommen und knapp als Dritte ins Ziel. Nicht zufrieden , aber ok.

Das Abendprogramm beinhaltet ein wenig Freibier und die Begrüßung/Vorstellung der Vereine, FSC, Liga eV und DHH. Das straffe Programm zieht einen frühen Start am Samstag nach sich so dass wir uns gegen das Durchfeiern der Nacht entscheiden müssen.
Der Tag verspricht wenig Wind (5-7 Knoten) der im Laufe des Tages auch noch weiter abnehmen soll. 

Sa 12:16; 3. Renne auf J70: Start an der Starttonne. Auf Steuerbordbugvor allen vorbei. Auf dem Downwind drängt uns eine J80 ab und wir sind Zweite am Leetor. Auf der Kreuz haben wir wieder die Führung übernommen, aber auf dem letzten Vorwindgang decken wir den direkten Verfolger und fahren auf die falsche Seite raus. Die zwei nächsten Verfolger rutschen auf der anderen Seite mit Dampf an uns vorbei und kurz vor uns ins Ziel. Schade, wieder Dritte.
Sa 15:45; 4. Rennen: J80. Normaler Start, Zweite an Tonne 1. Halbwegs gut gelaufen, aber nicht überragend, noch Zwei Plätze auf der zweiten Kreuz verloren und als Vierte ins Ziel.
Sa 17:22; 5.
Sa 17:24; Gute Manöver, aber an der Tonne 1 in ein stehendes Pulk gefahren. Kamen nicht durch und auf nicht vorbei.
Sa 19:30; 6. Rennen mal wieder auf einer J70. Die ist sportlicher und liegt Malte heute bei wenig Wind einfach besser ;)
Sa 19:31; Nochmal einen schönen Sieg zum Ende des Tages gesegelt.

Dieser versöhnliche Abschluss war wichtig für unser Ego. Dieser leichte Wind lag uns auf den J80 leider nicht so gut. Mit den zwei Siegen auf unserem Konto liegen wir im Bereich der zweiten Bundesliga und sind bis dato bester Berliner Verein und im Grunde ganz zufrieden. Unsere Kollegen aus dem Kieler Yachtclub, die von den J80 Regattabahnen kennt haben sich durch vier solide Rennsiege an die Spitze gesetzt. Das zeigt auf jeden Fall, das fundierte Bootskenntnis durchaus hilfreich sein kann. Der nächste Tag verspricht solidere Windbedingungen um die 3 Beaufort und da sollten wir nochmal mit unseren J80 Kenntnissen punkten können.

So 10:18; 7. Rennen J70. Start und Startkreuz waren gut. Zwei Boote sind an der Tonne vor uns. Einer hätte uns Raum zum Wenden geben müssen. Wir haben das nur lautstark verbal mitgeteilt und das dazugehörende Handzeichen nicht gemacht und mussten dann selber einen Startkringel machen. Das klappte unter Gennaker nicht wie erhofft. Letzter: 0 Punkte. Sehr bitter.

Im Ziel erklärt uns der Schiedsrichter die Situation nochmal en Detail. Wir kamen auf Steuerbordbug an der Luvtonne raus. Der Münchener Yachtclub ein wenig voraus kommt noch frei durch. In Luv von uns liegt ein weiteres Boot, so dass wir nicht einfach wenden können. Außerdem kommen die ersten Boote über Backbordbug auf Kollisionskurs auf uns zu. Wir müssen Wegerecht gewähren und unterwenden, verlangen dafür Raum zum Wenden von unserem Kontrahenten in Luv. Legen um, er auch, wir müssen im Ausweichen, er uns auch. Wir protestieren, er protestiert und wir bekommen die rote Fahne, er grün. Wir verstehen die Welt nicht mehr. Das Problem war, das man Raum zum Wenden ankündigen muss mit dem Ruf, „Raum zum Wenden‘‘ und einem Armzeichen nach Luv. Das haben wir nicht gemacht, damit haben wir offiziell kein Raum nach Luv gefordert, trotzdem den besagten Kontrahenten behindert und damit einen Strafkringel verdient. Verdammt ärgerlich. Jetzt müssen wir sogar um die zweite Bundesliga kämpfen.

So 13:19; 8./9. Rennen auf J80: kurz hintereinander bei etwa 3 BFT. Einfach schöne Bedingungen. Starts, Manöver und Bootsspeed waren sehr gut. Zweimal 100 Punkte, es geht also wieder vorwärts.

So 13:21; Sie schaffen all Rennen wie geplant. 

Wir sind im vorletzten Rennen des Tages, haben eine J80 mit einem Riss im Gennaker übernommen und benötigen Hilfe vom Reparaturboot. Eine weitere J80 ebenfalls, so verzögert sich unser Start und die J70 werden uns vorgezogen. Glücklicherweise gehen die Reparaturen glatt und wir können uns pünktlich an den Start stellen. Der Start ist in Ordnung. Wir kriegen leider keinen richtigen Speed ins Boot, möglicherweise waren die Fockholepunkte zu weit hinten. Wir kriegen es nicht raus, fahren aber unseren Stiefel halbwegs solide, ohne taktische Schnitzer, nach Hause und werden, wenn auch knapp (nach Hinten), Vierte. Mehr war da leider nicht rauszuholen. Damit gibt es nochmal 57,14 Punkte auf unser Konto, das zieht unseren Schnitt ein klein wenig nach unten, aber es sollte unsere Platzierung in der zweiten Segelbundesliga nicht gefährden.
Wir stellen die J80 noch im Hafen ab und klarieren ein wenig und dann geht auch schon Richtung umziehen und ab Richtung Berlin, bzw. Hamburg. Das endgültige Ergebnis gibt es dann auf der Autofahrt, allerdings ändert sich die Liste noch ein paar Mal.

So 17:10; 16. Platz von 61.

Damit sind wir auf Platz 11/18 in der zweiten Liga gelandet. Und einer von drei Berliner Vereinen in der neuen zweiten Bundesliga.

Freitag, 4. April 2014

Bundesliga Laufsieg!

Malte, Simon, Thilo und Olaf haben bei der Bundesliga Relegation gerade den ersten Platz in Ihrer ersten Wettfahrt errungen. 8 weitere Läufe stehen noch aus, die Ergebnisse kann man live auf  Twitter verfolgen.

https://twitter.com/SegelBundesliga

Die Pairingliste findet ihr hier, der KAR hat die Nummer 57. Eine Liste der Vereine findet ihr hier.

Viel Spaß beim Mitfiebern
Julius

Sonntag, 5. Januar 2014

KaR-Laser-Weihnachtscup 2013

 Der KaR-Laser-Weihnachtscup fand dieses Jahr am dritten Adventssonntag statt. Bei sehr guten Windbedingungen direkt vor unserem Gästesteg konnten wir zu neunt auf insgesamt fünf Lasern in spannenden und kurzen Wettfahrten gegeneinander segeln. Im Vergleich zum letzten Jahr fehlte zwar der Schnee für richtiges Weihnachtsfeeling; dafür waren aber auch keine Strecker und Schoten eingefrohren.

Die unerschrockenen Segler waren:
Volker
Julius
Christian
Mark
Malte H.
Thilo
Fiddi
Felix
Malte C.
In den entscheidenen Rennen konnten dann die jüngeren Seglern den alten Hasen das Heck zeigen. Neben einigem Wasser von oben in Form von Regen genossen Thilo und Fiddi  das Nass auch von unten.  Die kurzen Tauchgänge mit gekonnten Einstiegsmanövern wurden von Land aus bei Bratwurst und heißem Kakao bewundert.

Vielen Dank an Julius für die tollen Fotos.