Mittwoch, 26. Februar 2020

Jahresbericht Finn GER 301


Nachdem das Jahr 2018 bis auf‘s Finn-Finale für mich ausgefallen war, wollte ich 2019 wieder mehr segeln. Mit dem Ergebnis vom Finn-Finale war ich nicht zufrieden (38 er von 45) und musste ziemlich frustriert in die Winterpause gehen. Jetzt war Zeit für eine Analyse, woran lag es, dass ich so schlecht gesegelt bin? Es wurden die einschlägigen Fachbücher gewälzt, Videos geschaut, wie lässt sich die Technik der Manöver verbessern und vor allem: ich brauche mehr speed. So motiviert ging es in die Saison 2019.

Das erste Rennen der „Frühjahrscup“ fand am Müggelsee beim YCBG statt.
Ergebnis: 7. von 14. Auf der Kreuz konnte ich ganz gut mithalten, verlor aber auf den raumen Gängen und Vormwind. Danach habe ich die Position des Mastes im Boot geändert.

Frühjahrscup


2. Rennen war der „Wannsee-Pokal“ beim VSaW.

Am Samstag wenig Wind mit vielen Drehern. Ich fuhr einen 8. und einen 13. Platz von 17 Startern. Am Sonntag sah es nach wenig Wind aus und ich ließ mein Leichtwindsegel drauf. Von den 3 Rennen wurde zweimal „Oskar“ gezogen (über 10kn, Pumpen erlaubt). Auf der Kreuz konnte ich nicht die Geschwindigkeit der Anderen fahren und Vormwind ( es gab nur up and
down) pumpten viele an mir vorbei. Es reichte gerade noch zu einem 11. Platz im Gesamtergebnis. Erkenntnis: ab 10 kn Wind muss ich das flache Segel fahren, und ich muss an meiner nicht vorhandenen Pumptechnik arbeiten. Durch die Regatten „Finn-Finale“ 2018, „Frühlingscup“ 2019 und „Wannsee-Pokal“ 2019 wurde ich wieder in die Rangliste aufgenommen. Zu dem Zeitpunkt Platz 103 von 125.

3. Rennen: Brandenburgische Meisterschaft am Schwielochsee.
Am Samstag kam kein Rennen zustande (brütende Hitze 35°C, kein Lufthauch), Baden war angesagt und „klugschnacken“. Sonntag dann der ersehnte Wind. Angesagt waren 12-16kn, die dann auch durchgehalten haben, aber wieder diese brutale Hitze (36°C). Die meisten haben ihreMützen mit Wasser gekühlt. Es wurden 3 Rennen gefahren, damit es zu einer Meisterschaft kam.
Dank des neuen Mastes konnte ich Höhe und gute Geschwindigkeit laufen, vergab aber eine bessere Platzierung durch schlechten Start und kein Gefühl für die Winddreher. 18er Platz von 24. Resueme: Boot ist jetzt wettbewerbsfähig, aber Steuermann muss deutlich besser werden.

 4. Wettfahrt „Champagner Regatta“ in Tegel.
Samstag 3 Bft aus SW-W, brutale Winddreher, auf der Kreuz läuft das Boot gut verliere aber jedes mal Boote auf dem Vormwindkurs und an den Tonnen.
Abends dann ausführliche Gespräche mit einem Segler, der von Beruf „Strömungstechniker“ ist. Bootstrimm darauf leicht modifiziert. Am Sonntag dann gute 12 kn in Böen bis 20 kn. Boot läuft keine Höhe, verliere aber Vorwind keine Schiffe mehr. Langsam gewöhne ich mich wieder an mehr Wind und gewinne mehr Sicherheit auf Vormwind (keine Luvkenterung). Ergebnis: Die
optimale Einstellung zwischen Schwertposition, Mastfall und Decksringposition ist noch nicht gefunden. Wertung: von 12 Startern ersegele ich den 7. Platz. Ranglisten Position 98.

5. Wettfahrt: Einfelder Finn-Cup Neumünster. Für den Norden super Wetter, blauer Himmel, Temperatur um 25° C und 8-12 kn Wind. Fahre das neue WB-Segel, dass vom Hersteller von 5 kn bis 15 kn Wind spezifiziert ist. Bin gut gestartet und auf der Kreuz brauche ich keinen zu fürchten. Fahre in der Regel mehr Höhe bei gleichem Speed wie die Mitbewerber. Verliere aber immer noch auf Vormwind. Im 3. Rennen bin ich 2. an der Luvtonne und habe wieder die Plätze auf dem Vorwindkurs abgegeben. Nach dem Rennen wieder das Gespräch gesucht mit einem ehemaligen „Masters Weltmeister“, um die Ursache zu ergründen. Bootstrimm darauf leicht modifiziert. Im 4. Rennen 5. an der Luvtonne und 2 Runden die Position gehalten. Bei der 3. Kreuz 50m vor der Tonne leider für die falsche Seite entschieden, wieder 5 Boote verloren.
Gesamtergebnis 9. von 14., Ergebnis nicht zufrieden stellend, aber trotzdem zufrieden, daAnsätze für bessere Plätze zu erkennen sind. Bei der Siegerehrung die riesen Überraschung; alle Teilnehmer erhalten Preise. Ich werde mit einem Nuß-Werkzeugkasten belohnt.

Neumünster
6. Wettfahrt „Herbst-Cup“ in Schwerin. Wind 8 – 16kn. Schwierige Bedingungen, Wind dreht ziemlich stark. Wieder wird das neue Segel gefahren. Es sieht im Achterliek ziemlich offen aus, dadurch fehlt mir die Höhe. 11 Platz von 18. Wieder nicht zufrieden. Weiter am Trimm arbeiten. In der Rangliste 96. Platz von 137 Teilnehmern.

7. Wettfahrt „Euro Masters“ in Schwerin (es dürfen nur Segler teilnehmen, die 40 Jahre und älter sind). Ich will diese Wettfahrtserie benutzen, um meinen Trimm zu finden. Im Moment bin ich noch zu sehr mit dem Schiff beschäftigt, um mich auf die Taktik zu konzentrieren.
 1. Tag: Wind 14-21 kn. Ganz schlecht, Schiff läuft nicht und viel zu viel Ruderdruck. Das neue Segel ist nicht gut für soviel Wind. Ich lege mal die Obergrenze für das Segel auf 15kn fest. Bei
mehr Wind kommt das flache North zum Einsatz. Ergebnis dieses Tages; ein 55. und ein 51. Platz von 70 Teilnehmern.
2. Tag: Wind 11-14kn. Das North probiert. Mastfall und Schwertposition geändert. Minimaler Ruderdruck, perfekt, guter Speed, aber es fehlt an Höhe. Hier wäre vielleicht das neue Segel angebracht gewesen. Platzierung ein 54. und ein 56. Platz. Nicht zufrieden. Es ist deutlich komplizierter das Schiff einzustellen als früher. Wir können den Mastfuß, den Decksring und das
Schwert verstellen und alles hat Einfluß auf Höhe und Geschwindigkeit.
3. Tag: Wind 11-21kn. Nicht gesegelt.
4. Tag: Wind 5-7 kn. Das neue WB-Segel gefahren. Gut gestartet und gleich auf die richtige Seite gefahren. Schiff fährt brauchbare Höhe und gute Geschwindigkeit. Aber es gibt immer noch Segler, die höher fahren können bei gleicher Geschwindigkeit als ich. Diesmal Vormwind insgesammt nur 2 Schiffe verloren. Ich bin zufrieden. Leider kam nur eine Wettfahrt zustande. Ergebnis: 25. Platz! In der Gesamtwertung bin ich dann 58. Die beiden nicht gesegelten Wettfahrten haben mit jeweils 71 Punkten ordentlich den Schnitt versaut.

Euro-Masters
8. Wettfahrt „Eispokal“ in Tegel
1. Tag: 12-22 kn Wind angesagt. Zum Glück nicht ganz so eingetroffen. Mein flaches North gefahren. Sehr gut mitgehalten. Das Segel fährt guten Speed mit ausreichender Höhe. Auf Vormwind zum ersten Mal gepumpt. Noch nicht so gewagt wie die Könner, wo die Luv Scheuerleiste schon unter Wasser ist, aber deutlich schneller als die, die nur wenig oder gar nicht pumpen. So langsam gewöhne ich mich wieder an mehr Wind. Leider sind die Kreuz-Kurse nicht so gut. Wilde Dreher und am Start bin ich nicht aggressiv genug, so dass ich gleich hinterher gefahren bin.
2. Tag: westlicher Wind mit noch wilderen Drehern als am Vortag. Wieder ist der Wind moderater als vorhergesagt. Pünktlich zum Start hört der Regen auf. Gesamt 15. von 22. In der Rangliste keine Verbesserung.

9. Wettfahrt „Finn-Finale“ KaR
1. Tag, 1. WF, Wind ca 10-16 kn, angesagt waren Böen bis 22 kn. Zum Glück nicht eingetroffen. Gut gestartet, gut mitgefahren, auf der Kreuz inzwischen gute Geschwindigkeit, es fehlt noch immer etwas Höhe. Da mein Segel etwas flacher geschnitten ist, habe ich das Unterliek rein gelassen, um das Achterliek mehr zu schließen. Höhe wurde besser. Platz 24.
2. WF, Wind etwas nachgelassen. Wieder gut gestartet, aber leider die Luv-Tonne berührt. Folge: „Kringel“. Auf der 2. Kreuz komme ich mit stb-Schoten auf das Luv-Fass zu, leider kein durchkommen, zu viele Schiffe auf bb-Bug (wie auf einer Perlenschnur). Also in den sauren Apfel beißen und Wende unterhalb der Tonne, abfallen, Halse und sich hinten anstellen. Das hat
leider ein paar Schiffe gekostet. 37. Platz.
3. WF wieder gut gestartet. Leider an Tonne 2 Karambolage. Einige Recken verstehen offensichtlich die Regel 18.2 der IWB nicht, was es bedeutet, wenn keine Überlappung besteht, dass sie dann nicht von hinten kommend in die vor ihnen rein fahren dürfen. 28. Platz.
2. Tag, Wind ca. 7-12 kn. Leider am Anfang etwas Regen und ein bisschen kälter als am Vortag. Gutes Rennen gefahren, meine Schwäche in der Saison, dass ich Vormwind immer verliere, hat sich verabschiedet. Inzwischen fahre ich gut mit. Platz 27. Gesamtergebnis 28. Platz von 51 Startern. Mein gesetztes Ziel war: nicht schlechter als 30. Also geschafft! Damit habe ich mich in der Jahresrangliste von Platz 127 von 146 auf den 95. Platz vorgearbeitet. Auch hier habe ich mein Ziel, besser als 100. zu sein, erfüllt.

Finn Finale

Wolfgang Gnann, Finn: GER 301






Mittwoch, 1. Januar 2020

Boot & Fun 2019 und "Trau Dich!"

Boot & Fun 20.-24. November Berlin
Mit dem KaR                                                     und der Teeny-Klassenvereinigung


 



Die Teenies vom KaR stellten zwei sportliche Teams für die Aktion "Trau Dich aufs Wasser!" der Berliner Wassersportvereine:  

Da hieß es dann an Station 1 Rettungsmittel auf die Torwand werfen:




Station 2 - hier waren kluges Kombinieren und Organisation als Team gefragt:

 ...das KaR-Team gehörte zur Spitze! (Muss wohl die tolle Jugendarbeit sein.)

Station 3: Wettschwimmen in der Staffel - während das eine Teammitglied schwimmt, tanzen die anderen schon mal "Macarena" mit der Wasserwacht:



Station 4: Hier gewinnt, wer am schnellsten über die wackeligen Boote klettert:




Station 5: Das Teammitglied an der Rettungsleine möglichst schnell zurückbringen:


Station 6: Auch Angeln will gelernt sein - erst recht, solange wir keine Ökonomie haben ;-) :
 

Station 7: Rudern, was die Riemen halten - puuh, ist das anstrengend! Von den Erwachsenen traute sich keiner, es mit der Jugend aufzunehmen.

Station 8: Motorboote fernsteuern! Erste Übungen für den Mob-Schein...

Station 9 - mit Live-Übertragung ins Radio! Opti-Eierlauf: Ein Wasserball muss nach hause gepaddelt werden. Wer ihn verliert, muss kringeln.

Toll war's! Eine Bootsmesse mit soviel Wassersport für Junge und Junggebliebene! Wir hoffen, wir sehen das nächste Jahr noch mehr von Euch bei der Boot & Fun 2020 und "Trau Dich!" für alle Schüler*innen von der 1. bis zur 13. Klasse:












                                 ...den gibt's so schön nur bei uns im Vereinsheim:

Samstag, 30. November 2019

Lindwerder 2019

Lindwerder 2019 

Da wir vom Dümmer kommen, wurden unsere Boote am Samstagmorgen
nach Lindwerder geschleppt. Damit dies besser und schneller ging,
wurden die Boote mit allem Drum und Dran auf die beiden Motorboote gezogen
und wir sind mit vollem Speed nach Lindwerder gedüst.

Als wir mit den Motorbooten ankamen, waren die Berliner schon am
Boote abdecken. Die Boote wurden schnell geslippt, bevor wir uns auf den
Weg zur Steuermannbesprechung machen mussten.

Nach der Steuermannbesprechung waren wir verdonnert erst einmal auf den Wind zuwarten, da der sich nicht sehen ließ. Am Ende haben wir dann doch noch
Wind bekommen und konnten zwei gute Läufe segeln.

Später wurden die Bäuche am Grill gefüllt.
Währendessen warteten alle auf die Ergebnissen der beiden Läufe.

Am Sonntag wurden noch die weiteren Läufe gesegelt. Nachdem letzten
Ziekeinlauf sind alle KaR - Teenies unter Speed zum KaR gefahren
und haben alle zusammen die Boote abgebaut, damit wir pünktlich um 15.00 Uhr
beim Kuchenbuffet stehen konnten.


Währendessen Kuchen gegessen wurde, fand die Siegerehrung statt.
Für die Schlusslichter gab es zwei rote Laternen und für jeden anderen mit
Teeniezeichen bedruckte Kulturtaschen und natürlich gab es für den Ersten den Pokal.
Nachdem Paul Blesken noch eben ins Wasser geschubst wurde, war eine große
Wasserschlacht zwischen KaR und PSB24 fällig.
 Vor der Verabschiedung und der Rückfahrt haben wir die Wellen mit dem Motorboot
so genommen, dass die PSB - Leute noch schön nass wurden.

Das Wochenende war allgemein sehr schön, bis auf den geplatzen Reifen von uns auf
den Rückweg.




 Charlotte & Greta GER 724
 KaR / SCD 

Sonntag, 24. November 2019

KV-Teeny-Herbst-Trainingslager


KV-Teeny-Herbst-Trainingslager

Freitag
Am Freitagmittag trafen sich 17 Teenysegler vom KaR, vom PSB 24, vom YCM und vom Dümmer zum letzten KV-Teeny-Trainingslager vor der Winterpause auf dem Gelände des KaR`s.
Dieses super Trainingslager wurde gefördert aus Etatmitteln der DSV-Seglerjugend
Nachdem das Bettenlager im Jugendraum und die Boote aufgebaut waren, konnten wir noch spielen bevor es Abendessen gab. Bis ungefähr 22:00 haben wir uns noch im Jugendraum mit der Theorie zum Thema Start und Keuz-Taktik auseinander gesetzt bevor es ins Bett ging.


  
Samstag:


Nach dem Frühstück um 9 Uhr, zogen wir uns um und haben dann unsere Boote aufgebaut. Im Anschluss trafen wir uns zur vor Besprechung mit den Trainern Spüli und Adrian um die Themen Start und Kreuz noch mal zu vertiefen. Anschließend slippten wir die Boote in die Havel.

 Als wir dann bei der „Alten Liebe“ angekommen waren, übten wir wie besprochen Starts und segelten kurze Regatten. Nachdem wir die Starts geübt hatten sind wir zur grünen Tonne hochgefahren und haben auf Pfiff gewendet. Wir sind dann unter Spi in dem KaR gesegelt (einigen wurde dann die Pinne weggenommen).





An Land haben wir eine Stunde Mittagspause gemacht und es gab leckere Spaghetti mit Bolognese-Soße zum Mittagessen.

 Nach dem Mittagessen gab es wieder ein wenig Zeit zum zu Chillen. Anschließend haben wir uns segelfertig umgezogen und eine Besprechung mit den Trainern gehabt, was wir am Nachmittag trainieren wollen und was wir noch besser machen können. Draußen sind wir dann zur grünen Tonne hochgefahren und mussten 25 Wenden machen.





Das haben wir einige Male gemacht.
Am Abend haben wir uns mit dem Regeln zum Start und Kreuz auseinander gesetzt sowie das höchste Segelschiff aus Papier und anderen Materialen gebaut.
    


Als Preis gab es Riesenknicklichter
Wir waren das ganze Wochenende mit acht Teenys auf der Havel und hatten viel Freude zusammen auf dem Wasser und auch am Lande.



Sonntag:
Um ungefähr 7:30 Uhr sind wir aufgewacht.






Dann haben wir bis 9:00 Uhr das Bettenlager abgebaut.Um 9:10Uhr gab es Frühstück, da es draußen kein Wind gab, hatten wir Zeit zum Spielen. Anschließend haben wir uns umgezogen und haben die Boote aufgebaut. Wir haben das Training mit einer Besprechung gestartet.

Gleich danach sind wir raus geschleppt worden. Draußen war kein / kaum Wind!!! Dort sind wir dann rum gedümpelt und haben Regatta Quizfragen auf dem Mobo beantwortet nach einiger Zeit haben wir ausprobiert wie viele von und in ein Teeny passen und sind mit
                  ihm gekentert.



Anschließend haben wir ein Wettrennen mit unseren Schiffen gemacht wer als 1 drinnen ist. Drinnen angekommen haben wir die Boote ganz abgebaut und winterfest verstaut und verladen.
 

Es war mega toll!!!

von Emil und Nils 

Mittwoch, 9. Oktober 2019

German Open j24 - ein Event ohne gleichen

Die diesjährige deutsche Meisterschaft der j24-Klasse fand vom 2.-6. Oktober im Niendorfer Yacht Club nahe Timmendorfer Strand statt. An den Start für den KaR gingen Johanna Maske als Steuerfrau (KaR), Sebastian Freytag (PYC) an der Genua, Felicia Moeltzner am Spi (KaR), der neue KaR-Zuwachs Christoph Cornelius auf der Taktik-Position und Henrike Germar (BSV07) auf dem Vorschiff. Es waren 11 Rennnen bei 21 gemeldeten Booten geplant. Der Kurs war ein Up-And-Down mit 2 Runden von stolzen 1,8 Seemeilen Länge.


Da der mobile Kran erst am Donnerstag früh bereit stand, konnten wir den Mittwoch abend mit einkaufen und anmelden verbringen, und waren dafür Donnerstag umso früher am Kran. Der Start des ersten Rennens wurde um 12:30 bei 12-15Knt Wind angepfiffen. Der in dieser Konstellation noch nie gesegelten Crew gelang ein freier und guter Start über die linke Seite. Dies ließ uns die erste Tonne als 9. umrunden. Durch guten Vorwindspeed und eine noch bessere 2. Kreuz konnten wir uns auf den 4. Platz vorsegeln. Die Bedingungen im 2. Rennen waren zunehmend schwieriger, der Start gelang uns nicht ganz so frei, wir gingen als 11. um die erste Tonne. Doch gute Entscheidungen seitens unseres hervorragenden Taktikers und saubere Manöver brachten uns noch einen 6. Platz. Damit lagen wir insgesamt auf einem äußerst erfreulichen 5. Gesamtplatz und genossen unser Anlegebier.

Am Freitag starteten wir mit voller Energie bei 10-12Knt in die Regatta.Nach einem guten Start und einer starken Kreuz gingen wir als 1. um das Luvfass, voll Freude strengten wir uns an, die anderen schnellen Teams auf dem Vorwind nicht vorbeiziehen zu lassen. Bei der 2. Luvtonnen-Rundung waren wir ganz knapp noch vorne, und dann passierte etwas, was uns bis dato noch nie geschehen war: Der Spi zerriss beim Setzen, weil er sich zwischen einer verknoteten Schot und der Reling verfangen hatte. So schnell es ging knüpperten wir diesen ab, und segelten mit dem Ersatzspi weiter. Dieses Unterfangen kostete uns zum Glück nicht allzu viel, wir fuhren noch auf den 4. Platz.



Das nächste Rennen durften wir mit dem Team vom SVST um Niko Honneff leider nur als stille Beobachter verbringen. Nach einem Allgemeinen unter Black Flag, wo keiner herausgeschmissen wurde, weil Aussage des Wettfahrtleiters "ja 18 Boote drüber waren", was regeltechnisch äußerst fragwürdig ist, warf er uns beim nächsten Startversuch heraus. Wir waren aufgrund von Kommunikationsproblemen tatsächlich ganz knapp drüber, jedoch lag in Lee kein Juryboot unter Peilung, weshalb wir definitv noch in den Protest gehen wollten, weil  das Startschiff uns theoretisch nicht gesehen haben kann.
Reichlich unterkühlt aber dennoch motiviert lief unsere 4/6/4 Serie weiter und wir ersegelten bei einem wenig guten Start noch einen 6. Platz. Im letzten Rennen an diesem Tag gelang uns leider auch kein guter Start und wir wurden 12.
Insgesamt rutschten wir damit auf den 8. Platz. In der Ausschreibung war auch von keinem Streicher die Rede, was schlicht und einfach vergessen wurde, und auch nicht mehr nachgetragen werden konnte. Den Protest konnten wir ganz knapp nicht gewinnen, weil es wohl keinen Case gibt, der besagt, dass das Leeboot in der Peilung liegen muss. Damit trugen wir die 22 Punkte des BFDs teuer die ganze Zeit mit uns herum..

Am nächsten Tag war mehr Wind um die 20-22 Knt angesagt, dazu eine höhere Welle direkt aus Nordost um 1m Höhe (also vom Tal zur Spitze 2m hohe Wellen). Dies waren Bedingungen, unter denen die Wettfahrtleitung ihr Startschiff wohl nicht fest unter Anker bringen und zudem die betagten Helfer auch nicht standhalten können. Es wurde also AP gezogen, weil der Wind zum Nachmittag abnehmen sollte. Wir verbrchten die Zeit mit dem Erstellen einer Trimmtabelle fürs Wasser, was sich bei unserem alten und weichen Boot als gar nicht ganz leichtes Unterfangen herausstellte.  Trimm rauf, zählen wie viele Umdrehungen bis zum nächsten Trimm nötig sind, messen, gleiche Anzahl an Umdrehungen wieder herunter schrauben, messen: UPS, anderer Trimm als gewollt. Da müssen wir an anderer Stelle nochmal weiter machen...


Um 15 Uhr wurde dann doch ein Rennen angeschossen, der Wind war mit 18Knt leicht herunter gegangen, wir fuhren unter Fock und mit Starkwindtrimm bei immer noch hohen Wellen einen grottigen Start, konnten aber dennoch die meiste Zeit mit Höhe und Speed mithalten und segelten nicht bei unseren Lieblingsbedingungen auf einen soliden 9. Platz. Damit standen wir immer noch auf Platz 8. overall. Es ging wieder in den Hafen zum Grillen und den letzten Abend ausklingen lassen.

Am letzten Tag waren 2 Rennen bei 8-19Knt Wind geplant, mit Start um 10. Auch hier gelang uns zunächst kein freier und guter Start, die Bedingungen waren schwierig und drehig, dennoch entschieden wir uns für die bessere linke Kursseite und ersegelten einen 4. Platz gemäß unserer Serie.  Leider verfolgte uns im letzten Rennen eher das Pech, als das Glück: Wir wendeten gegen die Dreher, die Manäver waren teilweise unsauber und die Welle vom Vortag schwappte auf der Kreuz aus achtern, was es nicht wirklich einfacher machte. Das Ergebnis wurde noch ein 15. und insgesamt blieben wir damit auf dem 8. Platz und wurden bestes Jugendteam. Das Event hat uns sehr viel Spaß gemacht, der Team Spirit war hervorragend, die 3x 4. Platz und 2x 6. Platz geben uns Mut weiterhin vorne mitzufahren.


Unsere Gratulation geht an den 1. und 2. Team "United 5" und "Hungriger Wolf" aus Hamburg, und auch an unser Nachbar Team "JJone" aus Tegel die den 3. Platz ergattern konnten.

Danke an alle für eure Unterstützung!

bis bald, Team Fast Forward

Ergebnisse (endgültig):

Samstag, 28. September 2019

Bericht über den Teeny-Ausklang 2019 am Tegeler See


Bericht über den Teeny-Ausklang am Tegeler See

Am 21. und 22. September 2019 fand die letzte Berliner Regatta der Teeny-Klasse des Jahres am TSV statt. Der KaR war gut vertreten mit 8 Schiffen, 
unterstützt von uns Segelnden vom SCD/KaR.



Da die Schleuse leider immer noch nicht funktioniert, mussten sämtlich Boote per Trailer hingebracht werden. Nach viereinhalbstündiger Fahrt vom Dümmer kamen wir gerade zu spät, um die Schiffe abzuladen und setzten um 21 Uhr dann mit Stirnlampen die Masten.


Abends schliefen wir im KaR -Jugendraum, um am nächsten Morgen früh aufzustehen und die Boote segelklar zu machen. Nach der Steuerleutebesprechung stellten wir uns mehr oder weniger aktiv an der einzigen Slipanlage an und warteten mehr oder weniger geduldig aufs Slippen. 26 Boote lang…

Der erste Lauf war noch vom Wind begünstigt, der zweite glich eher einem Schweinerennen, weshalb alle weiteren Läufe auf den nächsten Tag verschoben wurden. So kamen wir schon früher als erwartet in den Genuss der fantastischen TSV-Burger. Anschließend trafen wir uns noch im KaR und übernachteten  mit doppelt so vielen Jugendlichen im besagten Raum.


Sonntagmorgen extra frühes Aufstehen, Anreise zum KaR, wieder mehr oder weniger geduldiges Slippen. 26 Boote …
Frühstarts der mehr oder weniger geduldigen Segelnden führten  nach zwei Rückrufen zur black flag (weiteres frühes Überfahren der Startlinie führt zur Disqualifikation), traf einige der 26 Boote. Mehr oder weniger…

Durch den sich öfters  entspannenden Wind wurden die Ergebnisse der Läufe immer wieder durchgeschüttelt, so dass am Ende die ersten beiden Plätze 13 und 14 Punkte aufweisen konnten und es bis zur Siegerehrung spannend blieb, wer denn nun Berliner Jüngstenmeister im Teeny wurde (Malte Melchinger und Julius Pilnei).

Nach den letzten drei Läufen wurden die Boote abgebaut, verladen und es gab eine weitere Runde Burger, ergänzt durch Currywurst und  Kuchen bei schönstem Wetter.






Wir hatten ein super Wochenende und bedanken uns nochmal bei allen, die unser Boot auf- und ab- und nochmal abgeladen haben!

Paul und Florentine, 721