Dienstag, 9. Januar 2018

Saisonfinale 2017 der Segelbundesliga - Wannsee

Vorbereitung auf das Finale in Berlin:
Nach dem vorletzten Spieltag in Glücksburg belegte der KaR den 9. Platz der Gesamt-Tabelle der 1.Segelbundesliga. Auf den ersten Blick sah das nach einem sicheren Abstand zu den Abstiegsplätzen aus. Schaute man aber auf die geringen Punktedifferenzen, wurde schnell klar, dass ein sehr spannender und nervenaufreibender letzter Spieltag am Wannsee drohte.
Bei drei verbleibenden Abstiegsplätzen (Schwerin war schon hoffnungslos verloren) und mit dem Wissen um die Stärken unserer Tabellennachbarn, setzte uns unsere Worst-Case-Berechnung in Alarmbereitschaft.
Wir nominierten unsere Crew für das Finale sehr frühzeitig um maximale Vorbereitungszeit zu gewährleisten. Alle Teammitglieder beteiligten sich, um die Rahmenbedingungen für Malte, Sebastian, Thilo und Simon so optimal wie möglich zu gestalten. Die 70KaRat wurde für einige Wochen in den PYC verlegt. Viele Trainingseinheiten mit den Wannsee-Clubs, J70-Klassenregatten und sogar Yardstick-Regatten wurden zur Vorbereitung genutzt.

Der Klassenerhalt war unser oberstes und wichtigstes Ziel!

Am letzten Oktober-Wochenende, das wegen Brücken- und Reformationstag auf 4 Tage erweitert wurde, begann unser Countdown zum Finale. Während das Tageslicht mit Revierkunde, Taktik, Technik und vielen Segelstunden bei wechselnden Bedingungen genutzt wurde, standen an den Abenden Team-Building-Aktivitäten auf dem Programm. Beim Abschlusstraining im Wannsee war, wie fast immer in dieser Saison, das komplette KaR-Bundesligateam beteiligt. Gute Stimmung im Team mit einem einmaligen "Wir-Gefühl" ließen uns dem Beginn des letzten Spieltages optimistisch entgegen fiebern.


Das Finale:
Wir waren gleich im ersten Start des Tages dran und als sich um 11 Uhr die gelbe J70 mit KaR-Stander am Heck bei sehr leichtem Wind über die Startlinie schob, war nahezu das ganze KaR-BuLi-Team und die ersten KaR-Fans im VSaW versammelt.
Und es fing gut an. Mit solidem Speed und guter Kurswahl wurden wir Zweiter hinter Lindau. Allerdings wurde der schwache Wind aus westlichen Richtungen im weiteren Tagesverlauf immer löchriger und das Segelrevier zeigte allen Teilnehmern seine Tücken. Nachdem wir mit unserem zweiten Rennen als 4. im Ziel einigermaßen zufrieden waren, kam es in den verbleibenden Wettfahrten für den KaR ziemlich dicke. Im dritten und vierten Rennen lagen wir vor dem letzten Downwind-Kurs jeweils komfortabel in Führung, landeten dann aber nur als 6. bzw. 3. im Ziel. Ein schlechter Start in der letzten Tageswettfahrt bescherte uns weitere zusätzliche 6 Punkte und wir beendeten den ersten Tag auf dem 14. Platz.

Der Wetterbericht des zweiten Final-Tages klang nicht sehr verheißungsvoll. Die schwache westliche Windströmung, die über dem Düppeler Forst und seinen Erhebungen unberechenbar abgelenkt und verwirbelt  wird, sollte uns erhalten bleiben und die besten Segelteams Deutschlands vor große Herausforderungen stellen.
Wir starteten mit der Platzierung in den Tag, mit der der Erste geendet hatte. Eine kleine Unkonzentriertheit am Start und die Wettfahrt war gelaufen. Etwas besser klappte es in der nächsten Wettfahrt. Trotz eines Penaltys vor der ersten Luvtonnenrundung, erreichten wir als Dritte das Ziel – nur wenige Zentimeter hinter Münchner- und Berliner Yacht Club. Der Wind versagte nun völlig und die folgenden letzten beiden Fleets des Tages wurden für alle Beteiligten zur Nervenprobe. Am Ende standen für uns zwei weitere 6. Plätze, obwohl wir während der Wettfahrten wieder vorne mit dabei waren.
Hilft Nichts… Fakt war, dass wir in der Finalwertung auf den 16. Platz abgerutscht sind, dass sich unsere ärgsten Konkurrenten HSC, LYC und PYC mit sehr guten Leistungen im besseren Mittelfeld tummelten und wir somit am letzten Finaltag mit aller Kraft um den Klassenerhalt kämpfen mussten.    

Das wahre Finale:
Am Tag der Entscheidung war das VSaW-Gelände, die Steganlagen und viele Begleitboote im Wannsee mit Rupenhörnern und –hörnchen bevölkert. Überall blitzte der KaR-Stander von Jacken, Shirts, Mützen, Booten und sogar Hunden. Die KaR Crew war angespannt aber hoch motiviert – und die Marschroute war auch klar – es galt den Abstand zum HSC und LYC zu verkleinern, möglichst nur wenige Punkte zu sammeln und in direkten Duellen möglichst vor diesen Konkurrenten durchs Ziel zu segeln.
Der Wind hatte auf Süd gedreht und konnte somit stetiger und etwas stärker in den Wannsee einströmen. Unter diesen Bedingungen konnten wir erarbeitete Positionen besser verteidigen. Und dass wir gut starten und schnell segeln können, haben wir in dieser Saison oft genug gezeigt.
Neben drei mittleren Platzierungen konnte unsere Crew unter großem Jubel der KaR-Fans drei souveräne Tagessiege einfahren. Gleichzeitig konnten unsere ärgsten Konkurrenten nicht an ihre Leistungen der ersten beiden Tage anknüpfen.
Der Gewinn der letzten Wettfahrt sicherte den 15.Platz des Spieltages in Berlin und hievte den KaR in der Gesamtwertung der 1.Segelbundesliga wieder vor HSC und LYC auf den rettenden 14.Platz. 

Der Klassenerhalt war geschafft und nachdem wir dem Team des NRV zur verdienten Deutschen Meisterschaft gratuliert hatten, ging es ab in den KaR zur rauschenden Pasta-Party mit unseren Mitgliedern und Fans, für die unser Wirt Manuel und seine Crew sehr ordentlich aufgetischt hatten. Zur Feier des Tages spendierte Stefan seinen edelsten Tropfen aus der klubeigenen Kirsch-Pflaume, bevor im weiteren Verlauf des Abends der rechtzeitig fertig gewordene Film der Bundesligasaison 2017 von Guido präsentiert wurde.

Wir bedanken uns für Eure großartige Unterstützung und Eure Begeisterung!




Donnerstag, 2. November 2017

Cela-Cup 2017



Am Wochenende des 23./24. September 2017 stand die erste der beiden Berliner Streamline-Regatten im VSaW an. Bei wunderschönstem Sonnenschein begrüßte uns (Wolfgang, Mark und mich) der Wannsee mit seiner typischen Flaute. So konnten sich die Teams der 10 gemeldeten Streamlines erst einmal auf der Terrasse bei einem gemütlichen Kaffee begrüßen.
Nach kurzer Startverschiebung setzten sich schöne 3 Bft aus nördlicher Richtung durch, die einen Start direkt vor dem VSaW Richtung BYC ermöglichten. Die Startreihenfolge von Drachen - J/70 - Streamline führte nach zwei Runden beim Zieldurchgang zu einem riesigen Knäuel aus Drachen, J/70 und Streamlines, die alle gleichzeitig Vorwind ins Ziel wollten. Um diesen Zustand in der zweiten Wettfahrt etwas zu entzerren, wurde die Startreihenfolge in Drachen - Pause - J/70 – Pause - Streamline umgewandelt, was für uns eine etwas längere Wartezeit zur Folge hatte, da die J/70 noch ein paar Startversuche zusätzlich benötigten.
Nach drei (für mich) sehr entspannten Wettfahrten und einigen Grundberührungen der bayrischen Gäste ging es zu Freibier und Grillwürsten zurück in den Hafen. Den Tagessieg erkämpften sich Hansi, Tilo und Sven. Mit einsetzendem Regen wurden wir anschließend zum Grillbuffet in den Rittersaal geladen.
Am nächsten Tag tauschte ich meine komplette Crew gegen Malte und Jacob. Gesegelt wurde auf der „Großen Breite“, doch auch hier war keine Seite richtig bevorteilt. Bei drehendem, böigem Wind zeigte sich Berlin mal wieder von seiner schwierigsten Seite. Dennoch konnten wir nach einigen Startschwierigkeiten in der vierten Wettfahrt das fünfte und damit letze Rennen für uns entscheiden.
Wir gratulieren Hansi und Crew (GER 2040), punktgleich vor Adrian + Crew (GER 2002), zum Sieg des Cela-Cups 2017! Platz drei ging an uns (GER 2065).
Thilo Merz

Dienstag, 10. Oktober 2017

Berliner Meisterschaft DYAS 7/08.10.17



Bei starken Oktoberwinden am Samstag konnten wir eine Nacht vom Berliner Meistertitel träumen.
Nicht der ungeliebte, in der Großen Breite gewohnt, drehende Leichtwind brachten uns auf den Boden der Tatsachen zurück, sondern ein ärgerlicher Frühstart. Glück im Unglück, auch der letztendlich 5. plazierte befand sich über der Linie, so dass wir uns den insgesamt 3. Platz sichern konnten.

Malte Hoge / Philip Heldmann