Mittwoch, 23. September 2020

Berliner Jüngstenmeisterschaft

Teeny-Ausklang in Tegel: Saison-Zwischenbilanz zur Berliner Jüngstenmeisterschaft

 

Wie so vieles hat Corona natürlich auch die Teeny-Saison durcheinander gewirbelt. Planten wir Anfang des Jahres noch für das Trainingslager am Gardasee und den traditionellen Teeny-Auftakt am Rupenhorn, hatte sich das sehr schnell alles zerschlagen. Und dann, bis zum Ende der Sommerferien: Eigentlich garnichts. Ein selbst organisiertes Trainingslager am Dümmer, wo eine weniger restriktive Eindämmungsverordnung galt, eine Woche Schilksee als Ersatz für die deutsche Meisterschaft für die, die es einrichten konnten, das war es dann. Welche Erleichterung, als mit dem Elbe-Teeny-Cup in Wedel Mitte August die Regattasaison 2020 doch noch begann und mit dem Ferienende ein halbwegs normaler Trainingsbetrieb. 14 Tage später ist es dann auch in Berlin los gegangen! 


Die Waffelregatta in Zeuthen war die erste der Berliner Regatten, die wie geplant

durchgeführt werden konnte - mit dem KaR als Sieger kein schlechter Auftakt. Und am Wochenende darauf die eigentlich schon abgesagte Teeny Trophy des YCSt, wieder mit KaR-Teams ganz oben. Und nun, nach einer Woche Pause (im Plan war der leider abgesagte Harzpokal), der traditionelle Teeny-Ausklang bei der TSV in Tegel. Dieses Mal leider ohne das legendäre Burgeressen, mit einem überzeugenden Hygienekonzept, aber damit eigentlich leider ohne alles - außer eben dem Segeln, aber darauf kommt es ja an. Die TSV hatte sich bereit erklärt, gleichzeitig wie im letzten Jahr wieder die Berliner Jüngstenmeisterschaft auszurichten. So hatten die Teeny-Crews vorher die Chance, auf zwei Berliner Regatten zu trainieren. Dazu möchte ich noch sagen, dass allen Beteiligten klar war, dass weitgehende Chancengleichheit in diesem Jahr kaum zu gewährleisten war. Manche konnten an Trainingslagern teilnehmen, andere nicht. Geschwisterkinder oder Crews mit eigenen Booten konnten früher auf’s Wasser, der Termin für den Trainingsbeginn war in verschiedenen Bundesländern ganz unterschiedlich. Aber deswegen in diesem Jahr auf die BJüM zu verzichten wäre meines Erachtens falsch gewesen.


So wurde also die Jüngstenmeisterschaft ausgesegelt. Am Samstag fanden bei nicht allzu viel Wind, aber stabilen Bedingungen vier Läufe statt. An der Spitze duellierten sich Luise und Charlotte mit Malte und Nils. Mit drei ersten und einem zweiten Platz standen dann bereits am Samstagabend Steuerfrau Luise und Vorschoterin Charlotte als Berliner Jüngstenmeister fest, und Malte und Nils war der zweite Platz auch kaum noch zu nehmen.

 


Am Sonntag dann waren für den fünften Lauf die Bedingungen schwieriger. Winddreher und Flauten sorgten für nicht immer einheitliche Bedingungen, diese sowie vermeintliche und tatsächliche Fehlstarts sorgten auch für nicht immer einheitliche Meinungen zwischen Trainern, Schiedsgericht und Wettfahrtleitung. 

 

Malte und Nils haben mit einem souveränen Sieg ihren zweiten Platz untermauert, Lotte-Marie und Mina vom SC Gothia verteidigten die Drei in einem spannenden Duell bis an die Ziellinie vor Flo und Hannah, bei Punktgleichheit entschied die bessere Einzelplatzierung. Benedikt und Hanno wurden 8., Greta und Charlotte 9. Veza und Sten belegten den 16. Platz und Florian und Emil konnten im letzten Lauf noch die Rote Laterne abgeben und endeten auf 18.

 


Um so schöner, dass sich die meisten Teams danach auf der großen Wiese des KaR, wo genug Platz war, um mit coronakonformem Abstand die Sieger*innen zu ehren, zusammengefunden haben, und mancher Ärger schon verflogen war.

 


Zwischenfazit und Ausblick: Nachdem zu Anfang des Jahres die gesamte Saisonplanung zerbröselt ist, konnten wir zum Saisonende hin für unsere Teeny-Kids doch noch einiges retten. Nur eine kurze Vorbereitungszeit, aber immerhin zwei Regatten vor der Berliner Meisterschaft und insgesamt vier Regatten in Berlin, denn eine folgt ja noch: Am nächsten Wochenende der im Frühjahr abgesagte und jetzt, dem YCM sei Dank, wieder aufgelegte Preis von Lindwerder. Für manche der Saisonabschluss, für andere letzte Vorbereitung auf die IdJüM, die dann 14 Tage später in Geeste stattfindet. Ein recht später Termin für die ‚Deutsche', aber in diesem Jahr ist eben nichts, wie wir es gewohnt waren. Ich denke, wir können mit dem, was wir noch erreicht haben, zufrieden sein. Für den KaR, weil wir nicht nur wie oft in den letzten Jahren die meisten Teams an den Start gebracht haben, sondern nun auch die erfolgreichsten. Für die Teeny KV möchte ich allen Beteiligten und den Vereinen, die zu diesem versöhnlichen Saisonverlauf beigetragen haben, sehr herzlich danken. Lasst uns alle einen schönen und erfolgreichen Berliner Saisonabschluss vor Lindwerder durchführen – feiern kann man ja wegen der notwendigen Hygienekonzepte nicht sagen – und dann, wem es möglich ist, zur ‚Deutschen‘ nach Geeste fahren, um uns zum Saisonhöhe- und Schlusspunkt nochmals gut zu präsentieren. 

 






Bericht: Martin Urbahn Teenyobmann Berlin



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