Donnerstag, 25. September 2014

Finale Bundesliga



Am kommenden Wochenende findet das Große Finale in der Bundesliga statt. Wir stehen im Moment auf Platz 9 in der 2. Liga. Malte, Thilo, Simon und Julius werden alles geben, diesen Platz zu verteidigen. Am Freitag Nachmittag geht es los. Weitere Informationen, Zwischenstände und am Sonntag auch Liveübertragung findet ihr unter:

www.segelbundesliga.de

Auch auf hier auf unserem Blog findet ihr regelmäßig Beiträge von unserem KaR-Team.

Wir drücken die Daumen!

Montag, 8. September 2014

Herbstwettfahrten am Ratzeburger See

Nachdem wir im Sommer aufgrund von Blinddarm-OP und Klausuren keine i14 Regatten fahren konnten, sollten die Herbstwettfahrten unsere erste Regatta nach den Frühjahrswettfahrten im gleichen Verein sein. Mit 9 Teams hatten auch ein paar mehr Boote gemeldet, leider wurde mangels Wind nicht eine einzige Wettfahrt angeschossen.
Da der Nebel am Sonntag garnicht verschwinden wollte ging es unverrichteter Dinge sehr früh wieder nach Hause.


Mittwoch, 27. August 2014

Blue Ribbon Cup 2014


Von Kiel nach Kopenhagen

Wie die letzten Jahre schon hat sich ein kleine Gruppe aus dem KaR versammelt um eine Regatta in der Ostsee zu segeln. Nach dem Blue Ribbon Cup in 2012 und dem Palby Fyn Cup in 2013 viel die Wahl dieses Jahr wieder auf den Blue Ribbon Cup. Dieser führt von Kiel Düsternbrook nach Tuborg bei Kopenhagen und nach einem Tag Aufenthalt wieder zurück. Der Hinweg führt über den Langelandbelt und den Großen Belt. Danach geht es nördlich um Seeland herum und in den Öre Sund bis zur Ziellinie vor dem Kongelig Dansk Yachtclub. Der Rückweg ist (theoretisch) etwas kürzer: Ab nach Süden, bis Falster, dann rechts abbiegen, durch den Fehmarnbelt und ab nach Kiel.

Wir, das sind Alex der Navigator, Jochen an der Großschot, Julius am Mast, Malte am Steuer, Maria am Klavier, Ramona an der Spischot, Simon auf dem Vorschiff und Volker als Multipurpose-Tool,
sitzen hier gerade auf unserem Charterboot, der Mumm 36 Fair Do's im Tuborg Havn und genießen Krombacher Gerstensaft aus der Bord-Zapfanlage.
Wir sind schwer zufrieden mit dem Hinweg: etwa 190 Seemeilen haben wir in 21 Stunden 14 Minuten und 44 Sekunden abgespult. Die Höchstgeschwindigkeit durchs Wasser betrug knapp 15 Knoten. Der Wind pendelte zwischen idealen West und Süd-West, so dass wir ohne Wenden und mit nur einer einzigen Halse auskamen.
Der Start am Mittwoch um 19 Uhr auf einem spitzen Halbwindkurs unter Spinnaker war noch nicht ganz optimal, so dass die Konkurrenz erstmal ein Stück davon ziehen konnte. Als wir aus der Kieler Förde endlich draußen waren hatte sich die Hackordnung nach GPH Handicap mehr oder weniger wieder eingestellt. Der Abstand zu den langsameren Booten wurde stetig größer bis die Toplichter nachts nicht mehr zu sehen waren.  Ein Boot, das deutlich schneller als wir hätte sein müssen, eine Millenium 40 mit riesigem Gennaker, produzierte am laufenden Band Sonnenschüsse, bis sie sich nach einem besonders unglücklichen Sonnenschuss den Gennnaker so ums Vorstag wickelte, dass er mit In-den-Mast-klettern geborgen werden musste und auch dieser Gegner hinter uns am Horizont verschwand. Insgesamt nehmen 20 Yachten eingeteilt in drei Startgruppen an der Regatta teil. Wir haben 7 direkte Konkurrenten wobei die Piranha, die einen Tick schneller ist als wir, nach wenigen Stunden mit gebrochenem Bugsprit aufgibt. Unter Spinnaker ging es von Kiel bis zur großen Belt Brücke, wo wir gegen 1 Uhr morgens auf die Genua 3 gewechselt haben. Versüßt haben wir das Manöver mit einem kleinen Sonnenschuss, so dass auch alle wach waren. Am Wind ging es dann bis zur östlichsten Ecke von Seeland. Dieses Teilstück war dann wohl der ungemütlichste Teil der Reise: Dunkelheit + Gegenwind + Müdigkeit = kalt. Auf diesem Teilstück kam die Millenium 40 dann wieder auf und überholte uns kurz vor der Bahnmarke kurz nachdem gerade die Sonne aufgegangen war. An der Bahnmarke konnten wir auf einen Vorwindkurs abfallen und den Spi setzen. Der Kurs war sehr platt aber mit ein wenig Arbeit an der Groß- und Spischot waren auf den Wellen einige Surfs möglich. Der Wind war mit etwa 16-22 Knoten ordentlich aber für das Boot vielleicht noch einen Tick zu schwach. Die Höchstgeschwindigkeit unter Spinnaker betrug 14.8 Knoten und war nicht ausreichend um konstant auf einer Welle zu bleiben bzw. die Wellen zu überholen. Trotzdem konnten wir die Millenium 40, die mit Gennaker nicht ganz so tief fahren kann, abstellen.
Das letzte Stück nach Kopenhagen war dann noch mal am Wind, ganz malerisch in der Nachmittagssonne. Auf den letzten Metern überholte uns die Norddeutsche Vermögen, eine Andrews 56 aus der schnellen Startgruppe 1, was noch zusätzlich gute Stimmung brachte. Die Ziellinie wurde dann am Donnerstag Nachmittag gegen Viertel nach Vier überquert und mit einer Runde aus dem Krombacher Faß begossen.



Kopenhagen

Nach einem Ausflug in die lokale Küche (Smörrebröd) und einer bitter nötigen Nacht ging es am Freitag auf Erkundungstour nach Kopenhagen. Julius und Volker treten die Heimreise an, der Rest sucht Entspannung und Frühstück in der Roten Laterne, die uns mit subversiven Botschaften à la ''Es kommt nicht darauf an immer der Erste zu sein'' zu entschleunigen sucht. Natürlich völlig vergeblich, wir wollten ja die Farben unseres Verein hochhalten und uns an den Tränen der Besiegten ergötzen.
Am Abend steht dann die Siegerehrung an: Yeah, wir sind 2. in unserer Gruppe geworden. Abgerundet wird der Abend mit einem leckeren und reichlichen Grillbüffet im KDY und der Ankunft unserer neuen Mitsegler. Valentin übernimmt Julius Job und in Anbetracht der Windrichtung und Windstärke (Südwest mit immer noch 16-22 Knoten) macht es sich gut, dass ein segelverrückter Bekannter von Ramona, Alexander², Zeit und Lust auf eine mindestens 24 Stunden Kreuz nach Kiel hat. Zumal uns einer der Eigner eingeschärft hat, dass 80 Kilo mehr auf der Kante 0,3 Knoten auf der Kreuz bringen.

Julius hat mal wieder einen Stapel GoPros dabei gehabt und sehr sehr ansehnliche Videosequenzen aufgenommen. Einen Zusammenschnitt findet ihr hier. Hohe Auflösung nicht vergessen!

Kopenhagen nach Kiel

Der Start ist am Samstag um 10 Uhr morgens.
Vorschiff vermasselt das Vorsegel Setzmanöver. Noch scheint die Sonne, aber warm ist etwas Anderes. Nur langsam zieht sich das Feld auseinander. Leider hängen einige Boote aus der langsameren Gruppe bei uns am Heck.
An der Südecke von Falster sind wir die Konkurrenz größtenteils los. Mittlerweile ist es tiefe Nacht. Der Mond ist mnur eine kleine Sichel und der Himmel größtentieils bedeckt, so dass es verdammt dunkel ist. Wir kommen mit wenigen Schlägen an Fehmarn vorbei. Dann wäre man ja eigentlich fast da, aber die letzten Seemeilen ziehen sich dann doch nochmal gewaltig.
Am nächsten morgen sehen wir dann in mittlerer Distanz einen blauen Rumpf, der sich dann aber zügig von uns entfernt. Wir hoffen, dass es die Ginkgo ist, die als einzige in unserer Gruppe auf dem Hinweg schneller war als wir. Kurz vor dem Ziel kommt nochmal ein blaues Boot sehr nah. Es ist nicht die Ginkgo sondern ein deutlich langsameres Boot, eine Comfortina 39, schade.
Allerdings kommt so nochmal Matchrace-Gefühl auf, als wir sie knapp überwenden und auf den letzten Metern und mit zahlreichen Wenden in den Windschatten nehmen.
Die Ziellinie an Kiel Leuchtturm überqueren wir kurz nach 12 Uhr am Sonntag nach direkten 130 Seemeilen. Die tatsächlich gesegelte Strecke wird eine Ecke länger gewesen sein, in 25 Stunden und 41 Minuten.

Meine Zusammenfassung für die Rückfahrt: Kalt, nass, saukalt, arschkalt. Ganz interessant allerdings sind freier Fall in der Rohrkoje wenn das Boot in eine Welle kracht.

Nun noch schnell das Boot aufräumen, putzen und unseren ganzen Krempel bergen. Dabei muss der Zweite Preis (Glaskaraffe) der Hinfahrt dran glauben.
Es folgt Duschen, Eis und Kaffee in Schilksee. Und die Ergebnisliste ist auch schon online. Wir sind tatsächlich wieder zweite geworden, es hat sich nur nicht so angefühlt.
Also muss das erst der beiden Boote doch die Ginkgo gewesen sein, die nur etwa 20 Minuten vor uns die Ziellinie gequert hat.

So, ab nach Hause. Schlafen.

Sonntag, 17. August 2014

Trofeo Marina der FD am Gardasee

Trofeo Marina Torbole, 07. bis 09.08.14 Gardasee Jochen Spaan / Igor Albert FD


Die Aussicht, die FD Trophy in Torbole mitzusegeln, lässt das Herz gleich höher schlagen.
Glücklicherweise segelt unser Streamline-Team zur gleichen Zeit am gleichen Ort, so dass wir uns prima zusammentun konnten, was als Fahrgemeinschaft und Wohngemeinschaft einfach sehr angenehm war.


Dienstag Abend um 21:00 Uhr ging es los, mit Tine und Simon bei mir im Auto und wir konnten ohne Zwischenfälle die Nacht durch fahren und kamen Mittwoch morgens im CVT an. Malte, Katha und Thilo, mit einem Abstecher zum Achensee um die dort geparkte Streamline zu holen, waren ½ Std. früher da.
Schnell waren die Boote aufgebaut und dann war noch Zeit, auf der Wiese etwas auszuruhen, bevor die Thermik einsetzte. Igor war aus Genf unterwegs, brauchte aber bis zum Nachmittag, so dass ich das Boot schon startklar machte. Als Igor ankam, konnten wir gleich den Rest der Thermik ausnutzen. Obwohl wir 2 Jahre nicht zusammen gesegelt sind, klappten alle Manöver wie am Schnürchen.


Nachdem wir dann unser Quartier gefunden hatten, verbrachten wir den Abend in einer Pizzeria in Torbole.


Donnerstag 07.08.14


Ausschlafen war angesagt und auch möglich, da der erste Start um 13:00 Uhr angesetzt war.
Ein relativ kleines Feld von 24 FDs hatte sich eingefunden, kurz vorher war allerdings die WM in Schottland und nicht jeder fährt dann gleich wieder in den Süden.
Ganz pünktlich war der Wind auch nicht, erst um ca. 13:30 gab es den ersten Start. Igor und ich hatten eine Menge zu sortieren: Höhe fahren (klappte super), Speed machen (am Wind noch ausbaufähig, unter Spinnaker prächtig) und schließlich den Wind kapieren.
In der ersten Wettfahrt, die wir auf Platz 16 beendeten, stand die Thermik mit gut 4-5 Bft durch, in der zweiten Wettfahrt brach der Wind gegen Ende völlig zusammen und die Wettfahrt wurde abgebrochen.


Freitag 08.08.14


Für heute war der Start 1 Stunde früher angesagt, nämlich um 12:00 Uhr. Der Sinn hat sich eigentlich keinem so richtig erschlossen, da um 12:00 Uhr gewöhnlich kein Wind ist und tatsächlich
war es auch so. Trotzdem baute sich die Thermik ziemlich schnell gegen 13:00 Uhr auf und wir konnten zügig starten.
Die erste Wettfahrt verlief nach einem guten Start und anständiger Startkreuz recht gut, die Raumschotkurse unter Spinnaker haben Suchtfaktor. Die zweite Wettfahrt bei nunmehr gut 5 Bft. begann mit einem Schlag, der uns ein Stück zu weit auf die linke Seite brachte, was sich am Luvfass als ungünstig herausstellte. Wir kamen auf Platz 19 ins Ziel, ebenso bei der anschließenden 3. Wettfahrt. In der letzten Runde baute der Wind rapide ab, wir verloren 5 Boote, die in der Mitte des Sees einfach mehr Wind hatten.
Wir verbrachten einen netten und geselligen Abend nella Pizzeria, hatten aber dann noch etwas Programm: da die Wettfahrtleitung den Start für morgen 08:00 Uhr angesetzt hatte, mussten wir noch unser Appartement aufräumen, packen und Brötchen schmieren.


Samstag, 09.08.14


In der Nacht gab es ein kräftiges Gewitter. Also blieb der typische Nordwind aus. Es war völlig klar, dass ein Start um 08:00 Uhr nicht zustande kommen würde, trotzdem brachen wir gefühlt noch vor dem Aufwachen auf und machten die Boote fertig. Still ruhte der See, Startverschiebung war klar und ermöglichte einen wunderbaren Cappucino. Danach kam doch etwas Wind und wir segelten zum Start. Tatsächlich ließ sich eine Wettfahrt bei anfangs frischem Wind mit zwei unvergesslichen Raumschotkursen segeln, im Ziel 17. Dann kollabierte der Wind vollständig und die Sonne kam raus.
Die Wettfahrtleitung wollte gerne noch Mittags mit dem Südwind starten, Nach einem Regenschauer wollte der Wind aber nicht mehr so richtig. Trotzdem schickte die Wettfahrtleitung alle raus und das Warten und Treiben begann. Letzte Startmöglichkeit war auf 16:00 Uhr festgelegt und offenbar wollte die Wettfahrtleitung das auch abwarten. Ab 14:30 trieben so allmählich alle FDs und Streamlines Richtung Hafen und um 15:00 Uhr war das Startschiff alleine auf dem Wasser,
Wind kam auch nicht mehr und die Segler bauten ihre Schiffe ab.
Igor und ich ließen uns Zeit mit dem Einpacken, so konnten erst mal die Segel trocknen.
Während unser Streamline-Team noch eine Woche Urlaub am Gardasee machen wollte, fuhren wir gegen 19:00 Uhr los Richtung Heimat, mit einem Nickerchen zwischendurch kamen wir am Sonntag Nachmittag bei schönem Wetter im KaR an.


Großes Kompliment für Igor, der völlig souverän die beiden großen Lappen immer richtig im Griff hatte, alle Manöver gingen wie am Schnürchen und es hat einfach riesig Spaß gemacht.


Fazit: Gardasee ist Top, der richtige Ort um schnell zu segeln und daran zu feilen.

Sonntag, 3. August 2014

Deutsche Jüngstenmeisterschaft der Teenys


Endlich geht es los. Die deutsche Jüngstenmeisterschaft der Teenys startet in Grömitz. Nach einem fürchterlich verregneten Vormittag traut sich die Sonne raus.
Wir sind mit vier Teams vertreten. Zur Zeit warten wir noch auf den ersten Start des Practise Race.
Ab Morgen 10.00 Uhr geht es um die Meisterschaft!

Momentan läuft die Versammlung der Teeny Klassenvereinigung mit Neuwahlen des Teeny KV Vorstandes.

Weitere Informationen folgen...







Dienstag, 22. Juli 2014

2014, Deutsche Jüngsten Meisterschaft der Teenys (vor Beginn)

Vom 2.8.14 bis zum 9.8.2014 findet nun die IDJüM der Teenys in Grömitz statt. Das ist für diese Bootsklasse eine große Herausforderung, da im Rahmen des Regattaplanes jährlich nur eine Regatta auf einem Seerevier durchgeführt wird. Üblicherweise werden die Regatten Binnenrevieren veranstaltet. Für die erfahrenen Segler stellt sich also nicht das Problem mit Wellen, da auch schon ab und zu eineTrainingslager auf anspruchsvollen Revieren durchgeführt wird. Also, wir sind gespannt.

Für unseren Klub haben sich 4 Teams qualifiziert. Nina Toelke wird mit ihrerVorschoterin Freya Werner antreten. Die beiden hatten im letzten Jahr eine Silbermedaille in der U-14 Wertung ersegelt.

Das 2. Team wird mit Erik Schulz und Max Lindemann an den Start gehen. Vermutlich werden sie nach der „Deutschen“ in den 420er wechseln. Größe und Gewicht sind eben die entsprechenden Faktoren bei dieser Entscheidung.

Das 3. Team werden Franka Mehler und Franz Thies bilden. Franka wird mit Franz starten, der kurzfristig für Hauke eingesprungen war. Mal sehen, wie die beiden sich schlagen werden. Auch Franka wird nach der Deutschen aus Altersgründen in den 420er wechseln.

Unser 4. Team besteht aus ganz jungen Seglern, die sich mit einem tollen Ergebnis in Malente noch qualifizieren konnte. David Neeb wird also mit Nick Kauschmannsegeln. Die beiden können noch einige Jahre in dieser Bootsklasse segeln und viel Erfahrung sammeln.

Mit engagierten Eltern werden wir in Grömitz hoffentlich etwas reißen. Wenn nicht, dann werden eben neue Erfahrungen gesammelt. Auf dem Wasser wird die Betreuung von mir übernommen und motiviert. Zuversichtlich freue ich mich auf eine abwechslungsreiche Woche.

 

Frank Lüneberg


Montag, 14. Juli 2014

Ein Wochenende in den Alpen - Enzian-Trophy der Streamlines 2014

Um uns selbst zu beweisen, dass auch weit entfernte Wochenend-Regatten außerhalb der Ferien mit dem Alltag vereinbar sind, beschlossen wir erst nach dem TU-Segelkurs (Malte) bzw. nach dem Opti-Training (Thilo und Katha) die Reise zum Achensee anzutreten. Da uns die 674 km mit einer Reisegeschwindigkeit von 80 km/h dann doch ein wenig herausfordernd erschienen, luden wir uns um die Mittagszeit spontan bei einem nahe des Chiemsees wohnenden Streamlinesegler ein. Nach achtstündiger Fahrt, der Besänftigung von Hansis Wachhund und einem Gutenachtbier fielen wir um kurz vor drei in den perfekt vorbereiteten Betten in tiefen Schlaf.

Der Mittsommertag begann für uns mit strahlendem Sonnenschein und einem zünftigen bayrischen Frühstück in Hansis Wohnküche. Gemeinsam mit ihm und seiner Crew nahmen wir das restliche Wegstück in Angriff und landeten nach einer kurzen unfreiwilligen Erkundungstour samt Hänger am Ufer des Achensees im Yachtklub Achenkirch. Entspannt wurde die Streamline gekrant und auch das Maststellen bewältigten wir trotz unverhältnismäßiger Wellen der Achenseefähre problemlos. 


Pünktlich zum Start um 13 Uhr setzte die Thermik mit 3 Bft aus Nord ein. Das Alpenpanorama und die türkise Farbe des Sees beeindruckten – Augen für die Gegner hatten wir trotzdem und wurden mit einem Start-Ziel-Sieg in der ersten Wettfahrt belohnt. Die Wettfahrtleitung ließ nichts anbrennen und startete direkt nach dem Zieldurchgang der letzten Streamline das nächste Rennen. Etwas übermütig produzierten wir einen Frühstart, der von der Wettfahrtleitung erst nach kurzer Flaggensuchpause angezeigt wurde, tauchten wieder in die Linie ein und mussten uns während der folgenden drei Runden Platz um Platz nach vorne kämpfen. Als Vierte überquerten wir die Ziellinie und waren durch die Erfahrung aus der letzten Pause auf das zackige Startverhalten der Wettfahrtleitung vorbereitet – zu gut anscheinend, denn der nächste Frühstart folgte… Etwas empört, da sich andere Frühstarter aus Sicht des Wettfahrtleiters prompt bereinigt hatten und wir einen größeren Schlenker zurücksegeln mussten, ging es ins nächste Rennen. Mit dem Versuch, die Dreher und Böenfelder des Bergsees bestmöglich mitzunehmen, segelten wir uns auf einen dritten Platz im dritten Rennen. Trotz körperlicher Belastungserscheinungen gelang es uns, in der vierten Wettfahrt noch mal die Kräfte zu bündeln und nach einem konzentrierten Start einen Start-Ziel-Sieg einzufahren.


Quelle: http://streamline-kv.de/wp-content/uploads/2014/06/Streamline-Achensee-YKA-2014_-5.jpg
Begeistert von diesem tollen Segeltag mit phantastischen Bedingungen und einer beeindruckenden Bergkulisse ließen wir uns das Stegbier schmecken. Was für ein Tag – gefühlter Urlaub und ein Tagessieg!



Nach einem Segleressen im Yachtklub Achenkirch schlenderten wir entlang des Seeufers ins Dörfchen, um uns das Deutschland-Ghana-Spiel im Café SeeEck zu Gemüte zu führen. Im Stockfinsteren wartete nach der Nachtwanderung mit Glühwürmchen und Sternenhimmel noch ein schneller Zeltaufbau auf uns, bevor wir in den Tiefschlaf fielen.

Nach einer weiteren eher kurzen Nacht folgte wieder ein feudales Frühstück vor dem Wohnmobil einer weiteren Chiemseer Streamline-Crew, die uns am Abend zuvor spontan zu Latte Macchiato und anderen luxuriösen Leckereien eingeladen hatten. Ein echtes Postkarten-Frühstück mitten in den Alpen!

Der erhoffte Wind setzte passend zur Planung des Wettfahrtleiters um zehn Uhr ein, so dass wieder zügig gestartet wurde. Um den ersten Platz in der Gesamtwertung zu verteidigen, war klar: Die 2073 muss hinter uns bleiben. Wir versuchten viel, aber insgesamt 90 kg mehr auf der Kante und im Trapez zahlen sich bei 3-4 Bft dann doch aus. Axel und Crew überquerten als Erste die Ziellinie und sicherten sich damit den Gesamtsieg. Allerdings gelang es uns mit unserem Trimm immerhin an der 2047 dranzubleiben – durchaus ein Erfolg!

Schnell war das Boot reisefertig für den Gardasee verpackt und für den nächsten Monat auf dem Vereinsgelände geparkt, so dass wir nach der Siegerehrung auf Platz 2 des Treppchens noch ein Stündchen das Urlaubsgefühl am Seeufer genossen und uns dann mit Zwischenstopp am Tegernsee hängerlos gen Berlin aufmachten.

Wenn auch nicht pünktlich zum Tatort, aber immerhin zu einer alltagstauglichen Zeit erreichten wir Berlin gegen elf Uhr und waren uns einig: Dieses Wochenende war jeden einzelnen Kilometer wert!