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Sonntag, 15. Juni 2025

3. Spieltag Segel-Bundesliga Kiel (3)

Das dritte und letzte Event in Kiel fand zwischen dem 7. und 9. Juni statt. Für den Klub am Rupenhorn gingen erstmals in diesem Jahr Felicia, Jakob und Florian an den Start. 

© Sailing Energy

Samstag

Der erste Tag begann mit langer Startverschiebung bis 15 Uhr. Da wir erst im zweiten Rennen dran waren, mussten wir zum Glück nicht stundenlang auf den Booten warten, sondern konnten von Land aus zuschauen. Auch die Startversuche gegen 16 Uhr führten nicht zum gewünschten Ergebnis, sodass der erste Tage mit 0 Rennen abgeschlossen wurde. Zum Abendessen gab es Burger & Pommes an der Kiellinie mit den anderen Teams.

Sonntag

Am Sonntag regnete es in Strömen. Der auf 10 Uhr angesetzte Start wurde bereits gegen 9 Uhr vom Wettfahrtleiter auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Vorhersagen von Windfinder blieben abermals hinter ihren Erwartungen zurück. Kurz vor 12 Uhr konnten wir endlich in unser erstes Rennen starten und dieses zu unserer großen Freude auch gleich gewinnen.

© Sailing Energy
© Sailing Energy

In unserem zweiten Rennen konnten wir zunächst auf der 1. Kreuz unseren schlechten Start nicht wettmachen, auch nach der 2. Kreuz gingen wir als 6. ums Fass. Ein guter Vorwindkurs ließ uns aber noch auf Platz 3 vorfahren.

Im dritten Rennen wechselte die Führung mehrfach, wir waren die meiste Zeit unter den Top 3 Booten. Auf dem letzten Vorwindkurs blieb dem ASVW auf 1 und uns auf 2 etwas der Wind aus, sodass die Boote von hinten auf- und an uns vorbeifahren konnten. Wir retteten das Rennen noch als 3. ins Ziel.

In der Zwischenzeit ging es Florian, der unter Zahnschmerzen litt, zunehmend schlechter. Henrike, die abends für einen Geburtstag nach Kiel kommen wollte, machte sich also früher auf den Weg, um Florian zu ersetzen.

Kaum war Henrike da, wurde ein Ligaboot in den Hafen geschleppt. Eine Kollision mit einer Fahrwassertonne (in Kiel sehr groß und hart) überlebte der Gennakerbaum einer J70 leider nicht. Das Boot musste repariert werden und wir konnten nicht am Rennen teilnehmen. 

Es folgten noch weitere Startversuche bei abnehmendem Wind, aber kein Rennen mehr.

Montag

Endlich einmal Sonne und Wind. Um 10 Uhr starteten wir mit einem Doppelrennen in den Tag. Wir kamen gut ins erste Rennen und kämpften auf dem Vorwind mit dem BYCU um den 1. Platz. Wir fuhren auf Attacke und zwangen dem BYCU kurz vor dem Gate einen Kringel auf. Statt sofort zu kringeln, fuhren unsere Gegner noch um die Gatetonne und behinderten uns weiterhin. Erst auf der Kreuz begannen sie zu kringeln, behinderten uns abermals.
Wir stellten uns auf der Kreuz ab, wendeten gegen einen Dreher und wurden nun vom BYCU auf die Hörner genommen und bekamen von ihnen einen Kringel aufgedrückt. 
Als 4. kamen wir an der Luvtonne an, konnten auf dem Vorwindkurs aber wieder angreifen. Abermal gerieten wir in eine Situation mit dem BYCU, die ansetzten, um uns hochzuluven. Paul entschied sich für eine schnelle Halse auf Backbord, um zu parieren. Es folgte ein weiterer Kringel für uns, da wir dem Gegner nicht genügend Zeit & Raum zum Ausweichen gegeben hätten. Auf der Ziellinie mussten wir also kringeln. Statt Platz 2 oder 3, wurden wir nun 6. Der Frust war groß, aber trotzdem fanden wir mit guten Starts in die nächsten Rennen rein und führten welche an. Bei extrem drehenden Winden und nicht sichtbaren Kanten auf dem Wasser gelang es uns nicht diese Rennen auf der 2. Kreuz zu verteidigen. Entweder wendeten wir zu früh in den vermeintlichen Winddreher hinein oder fuhren nicht weit genug in den neuen Wind auf einer Seite. Die übliche goldene Regel: “Zwischen Gegner und Tonne bleiben” führte immer wieder zum Misserfolg und schlug sich in den Plätzen 5, 5 und 6 nieder und uns etwas ratlos zurück. In den letzten beiden Rennen konnten wir immerhin noch einen 3. und 2. Platz ersegeln die uns den 10. Gesamtplatz retteten. 

Nach nur 10 von 16. Rennen war das Tableau erwartungsgemäß eng. Unser Ziel “einstellige Platzierung” verpassten wir knapp, sind aber dennoch zufrieden, wieder in der 1. Segel-Bundesliga Fuß gefasst zu haben. 

Eine Tabelle mit allen Ergebnissen findet ihr: https://kar-segelbundesliga.de/2025/06/15/3-spieltag-segel-bundesliga-kiel-2025/

© Sailing Energy

Nach 3 Events liegen wir nun auf dem 10. Gesamtrang. Der Rest der Saison wird nun in Berlin ausgesegelt, wo schon fleißig trainiert wird. 

Donnerstag, 24. Oktober 2024

Finale der Segel-Bundesliga 2024 am Starnberger See

Breaking News: Es ist vollbracht!!! Der Klub am Rupenhorn steigt in die 1. Deutsche Segel-Bundesliga auf.


Vom 17. bis 19. Oktober fand am Starnberger See beim Bayerischen Yacht Club das Finale der Segel-Bundesliga Saison 2024 statt. Felix, Henrike, Jacob und Paul schickten sich an den langersehnten Aufstieg in die 1. Bundesliga dingfest zu machen.
Am Tag der Anreise musste Felix krankheitsbedingt einen Rückzieher machen, da er sich eine Verletzung am Auge zugezogen hatte. Kurzfristig konnte Worry verpflichtet werden und sprang wenige Stunden später mit Henrike und Jacob in den Zug nach München.
Bereits vor Monaten hatten wir den heißen Tipp bekommen, dass man direkt im Bayerischen schlafen könne und so trafen wir am Mittwochabend alle im ehemaligen Pförtnerhäuschen - nur eines von unzähligen Gebäuden, aber mit Abstand das kleinste, auf dem Gelände des BYC - ein.

Unserte nette Unterkunft teilten wir uns mit dem 1. Liga-Verein Akademischer Segelverein Warnemünde (ASVW) sowie dem Westfälischen Yacht Club Delecke (WYD). Über unser sehr freundschaftlich geführtes Verhältnis zu beiden Vereinen waren wir ob der Größe unserer Unterkunft sehr dankbar. Ebenso für die Wetterprognose, die zweistellige Temperaturen und Sonnenschein erwarten ließ.

Der Donnerstag begann mit strahlendem Sonnenschein und spiegelglattem See. So frühstückten wir im Casino des BYC und saßen danach bei Würfel und Kartenspielen beisammen.  







Gegen Mittag baute sich langsam eine Thermik auf, sodass wir im 3. Rennen des Tages starten konnten und einen 2. Platz ersegeln konnten. Nach dem Rennen wurde schnell besprochen, an welchen Schrauben noch gedreht werden müsste, um noch besser zu segeln. Es folgten zwei sehr gute Rennen bei traumhaften Wind und Wetter. Etwas voreilig beendete der Wettfahrtleiter den 1. Segeltag. Mit den Platzierungen 2-1-1 lagen wir nach Tag 1 auf dem 1. Platz.


📸 Credit: DSBL / Sailing Energy


Der zweite Tag begann wie der Erste. Kein Wind, dafür sehr bewölkt. Und ohne die Sonne gab es auch leider keine Thermik und so liefen wir erst nach 13 Uhr zum ersten Startversuch aus. Nach langem Warten auf dem Wasser wurde nun endlich ein Rennen für uns gestartet. Bei sehr leichtem Wind gerieten wir allerdings schon weit vor dem Start in eine Überlappung mit einem Gegner in Luv, hatten aber auch einen Gegner in Lee, der uns bei 2- 4 Knoten Wind langsam über die Startlinie schieben konnte. Zwischen den Booten “gefangen” mussten wir den Start abwarten, um unseren Frühstart zu bereinigen und unser Rennen zu starten. Auf den folgenden 2 Kreuzen und 2 Vorwinden versuchten wir alles, um das Boot am Laufen zu halten, aber immer wieder fuhren wir aus dem Wind oder waren nicht dort, wo er mal wieder einsetzte. Unsere Hoffnung, dass das Rennen abgebrochen werden würde, starb, als das 1. Team bei 19:35 Minuten ins Ziel kam. Nach 20 Minuten hätte der Wettfahrtleiter das Rennen abbrechen müssen. Nun hatten wir weitere 10 Minuten Zeit, das Ziel zu erreichen, schafften aber nicht einmal das mehr. Somit bekamen wir die Wertung Did Not Finish und damit 7 Punkte. Weitere Rennen wurden angeschossen, aber kein Rennen konnte mehr abgeschlossen werden, zu widrig die Bedingungen.

Der finale Samstag begann ohne Wind und noch mehr Nebel und abermals Startverschiebung. Nun galt es das Regelwerk zu studieren: Wie viele Flights brauchen wir, damit ein Spieltag in die Wertung eingeht? Antwort: 6. Muss jedes Team 6x gesegelt werden? Antwort: Nein. Es würde reichen, wenn das 1. Rennen des 6. Flights gesegelt würde, alle anderen Teams bekämen dann Durchschnittswerte.


Der Wind ließ auf sich warten. Der Wettfahrtleiter ließ sich nicht bitten und so mussten jeweils 6 Teams für 4 Stunden auf dem Wasser warten. Sobald es einen Hauch Wind gab, wurde ein Rennen gestartet, aber immer wieder abgebrochen. Es begann ein Spiel gegen die Zeit. Die 1. Liga wurde vorgezogen schaffte immerhin ⅔ des 6. Flights. Wir beendeten unser 5. Rennen um 15.27 Uhr mit einem 2. Platz. Ein 6. Flight konnte nicht mehr gestartet werden. Damit landeten wir am Ende auf dem 3. Platz bei diesem Spieltag, der aber nicht in die Gesamtwertung eingeht.




Insgesamt landen wir damit auf Platz 4 in der Saisonwertung und erreichen damit den Aufstieg in die 1. Segel-Bundesliga.


📸 Credit: DSBL / Sailing Energy



Wir blicken auf eine sehr erfolgreiche Saison zurück, die wir mit dem Aufstieg in die 1. Segel-Bundesliga abschließen konnten. Wir bedanken uns bei allen Mitglieder für die Unterstützung und freuen uns mit Euch im Rahmen der Mitgliederversammlung am 08. November zu feiern.

Das Bundesliga Team


Montag, 2. September 2024

3. Segel - Bundesliga Spieltag in Kiel

 

📸 Credit: DSBL / Sailing Energy

Vom 30. August bis zum 1. September gingen Felix, Henrike, Erik und Paul für den Klub am Rupenhorn beim 3. Spieltag der 2. Segel-Bundesliga in der Kieler Innenförde an den Start. Wir erreichten den 4. Platz.

Freitag

Der Freitag brachte neben viel Sonne und sommerlichen Temperaturen leider nur sehr wenig Wind. Unser erstes Rennen des Tages starteten wir daher erst nach einer Stunde des Wartens. Mit einem guten Leestart starteten wir in die Rennserie und rundeten die 1. Tonne auf Position 2. Auf der 2. Kreuz fingen wir das Team der Entdecker und Seefahrer Fördervereinigung ab und schoben uns auf Platz 1. Nach der Hälfte des Vorwinds ging uns leider die Puste aus, 3 Teams schlossen mit frischem Wind auf und überholten uns. Wir konnten nur noch den 4. Platz ins Ziel retten ;(

Link zum Tracking des Rennens und weiteren Rennen: https://www.saill.cn/sf-admin/html/race/live/open_trac.html?raceCd=9c95608d56fe4511a78b5ed72177c442#18/54.32850/10.15692

Weitere Rennen kamen an diesem Tag nicht mehr zustande. 

Samstag

Auch der Samstag begann mit leichter Verzögerung. Da gegen 10 Uhr die Colorline aus Oslo einfährt, kann kein früherer Start erfolgen. Die Wettfahrleitung ließ sich etwas Zeit, dazu kamen Probleme mit dem Antrieb des Startschiffs. Gegen 12 Uhr starteten wir in unser 2. Rennen, was wir nun auch als Erste beenden konnten. Dieses Momentum nutzen wir in den beiden folgenden Rennen und konnten zwei weitere erste Plätze ersegeln. Um 13.20 Uhr wechselten wir wieder auf eines der sechs Ligaboote und mussten nun die Ausfahrt der Colorline abwarten. 

Nach einer Stunde ging es endlich weiter mit dem 5. Rennen – leider etwas voreilig… Frühstart!

Frühstart im 5. Rennen

Wir seglten zwar sofort zurück, konnten den Rückstand aber fast nicht mehr aufholen. Ein Boot fingen wir noch ab und landeten auf einem 5. Platz. Aua!
Im 6. Rennen lagen wir wieder auf einem guten 2. Platz bei der 1. Tonnenrundung. Der vor uns liegende WYD fuhr einen sehr schlechten Set, so dass wir gezwungen waren in Luv an ihm vorbeizugehen, um nicht ins Heck zu krachen. Daraus entstand ein Luvkampf, der beide Boote unter Land führte. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte und gerne auch der bis dahin Viertplatzierte. Etwas angefressen, trafen wir nun schlechte Entscheidungen, wählten die falsche Gate-Tonne, damit die falsche Kreuzseite und fanden uns immer wieder in nachteiligen Wegerechtspositionen wieder. Wieder nur 5. im Ziel.

Fünf Rennen waren wir nun schon gesegelt. Der Tag wurde lang, die Sonne brannte. In den letzten beiden Rennen des Tages waren wir nicht mehr frisch im Kopf. Es folgten ein 3. & 4. Platz. 
17 Punkte aus 4 Rennen. Das war deutlich zu viel. In der Tabelle lagen wir nun nur noch auf Platz 8. Entsprechend enttäuscht waren wir, konnten den Tag aber bei schöner Kulisse, Freibier, GinTonic und mehreren Partien Volleyball im SegelCamp24/7 an der Kielliene gut abschließen.

📸 Credit: DSBL / Sailing Energy

Sonntag

Am Sonntag gelang uns ein guter Start in den Tag. Platz 1 im 1. Rennen. Auch das zweite Rennen starteten wir sehr gut und fuhren unsere gewonnene linke Seite aus. Ein brutaler Rechtsdreher verhalf aber einigen Glücksrittern (unter anderem unserem direkten Konkurrenten – PYC), die den Start versäbelt hatten, zu einem flotten Ritt über die rechte Seite des Kurses. Wir konnten nur noch den Anschluss halten und den 4. Platz ins Ziel retten.

Mit Platz 1 & 2 gelang es uns wieder nach vorne zu segeln und so landeten wir schlussendlich auf einem guten 4. Platz – nur 1 Punkt hinter dem Podest. Um ein Podestplatz zu gewinnen, muss an einem Spieltag meist einiges zusammenlaufen. Uns fehlte an der ein oder anderen Stelle das Quentchen Glück. Nicht schlimm. Bald geht es weiter, nämlich vom 13. bis 15. September am Starnberger See.

In der Gesamtabelle liegen wir nach dem 3. Spieltag nun auf Platz 3.

Ergebnisliste Spieltag Kiel

Montag, 15. Juli 2024

2. Segel-Bundesliga Spieltag 2024 - Warnemünde

Wir melden uns vom 2. Spieltag der Segelbundesliga welche vom 12.-14. Juli in Warnemünde – Hohe Düne stattfand, parallel zur Warnemünder Woche. Für den KAR an den Start gegangen sind Paul Ost an der Pinne, Felicia Moeltzner auf Taktik, Henrike Germar mit Trimm und Felix Piechowiak auf dem Vorschiff.

Am Freitagmorgen machten wir uns in aller Frühe auf den Weg von Berlin nach Warnemünde. Gute Windaussichten versprachen ein segelreiches Wochenende für die 1. Und 2. Liga. 

An der Ostsee angekommen brauchten wir zunächst 2 Rennen um uns an die vom Stößensee deutlich abweichenden Bedingungen mit frischer Seebrise und Wellengang zu aklimatisieren (3. + 4. Platz). Im dritten Rennen gelang uns die Anpassung an das Ostseeambiente und wir segelten auf 1. Die Bedingungen forderten das Material heraus und führten zu viel Bootsreparaturen und daraus resultierend langen Wartezeiten auf dem Wasser.  Nach 5 Flights lagen wir Freitagabend auf dem erfreulichen 3. Platz in der Gesamtwertung. 

Tag 2 überraschte uns mit weniger Wind als die Vorhersage angekündigt hatte, Windrichtung ablandig mit wenig Welle, was uns an die heimische Havel erinnerte. Wir waren hochmotiviert und starteten zunächst in den ersten beiden Rennen frühzeitig was uns zwei Bereinigungen und damit etwas Zeit kostete. Wir erreichten in diesen Rennen Platz 3 und 4. Darauf folgte eine stabile Serie von 4. Und ersten Plätzen. Die letzten 2 Tagesrennen (12. + 13. Flight) brachten einen Doppelschlag und 2 erste Plätze, was uns frohen Mutes in den Abend gehen ließ. 

Am Sonntag starteten wir punktgleich mit den 2. Platzierten und dem Ziel die Podiumsplatzierung vom Berlinevent zu wiederholen (2. Platz!!!).

Bei wenig Wind aus ablandiger Richtung und kabbeliger Welle fokussierten wir im ersten Rennen des Sonntages das Ziel und dominierten das Rennen. Anschließend ersegelten wir einen ärgerlichen 4. Platz, was den finalen Platzierungskampf nochmal spannend machte. Es folgte eine lange Pause an Land, eine Auswechslung eines Schiffes wegen Kollisionsschaden war nötig und verzögerte den Ablauf und den Start des letzten Flights. Nach 1,5h Warterei und nun einer seeseitigen Brise stellte uns das letzte Rennen nochmal vor seglerische Herausforderungen, welche wir mit richtigen Entscheidungen und ruhigen Mannövern meisterten. Das Rennen beendeten wir auf dem 2. Platz, welcher uns den Silberrang in der Gesamtwertung sicherte. 

Bis zum Kiel-Event bleiben wir punktgleich mit dem Erstplatzierten dieses Spieltages, dem Westfälischen Yachtclub Delecke (WYD), welchem wir herzlich zum wohlverdienten Sieg gratulieren. Wir bedanken uns bei allen Unterstützer:innen aus dem KaR und freuen uns auf den nächsten Spieltag in Kiel Ende August.  



Mittwoch, 23. August 2023

Segel-Bundesliga: 3. Spieltag Kiel – durchmischte Bedingungen

Am Donnerstagnachmittag den 17. 8. findet sich der Großteil der aus Paul Worrmann, Erik Schulz, Henrike Germar und Felix Piechowiak bestehenden Crew in Schilksee zusammen. Felix nächtigt noch auf der Fähre aus Norwegen, während der Rest mit eingekauften Vorschiffsmann – vielen Dank an Moritz Klingenberg vom Mühlenberger Segel Club – im strömenden Regen ein letztes Training absolviert und das Boot schließlich zum eigentlichen Standort des Events, dem Kieler Yachtclub in der Innenförde bringt. 


Am Freitagmorgen trifft dann auch endlich Felix ein, wenn auch nicht wie angekündigt per Kopfsprung von der ColorLine. Das nun vollständige Team kann also endlich loslegen. Bei wenig Sonne, eher kühlen Temperaturen aber akzeptablem Wind starten die ersten Rennen, die Platzierungen liegen im unteren Mittelfeld. An Land sorgt derweil der extra angereiste Paul Ost für belegte Brötchen und gute Laune. Am Abend wird der Tag mit Curry und Gin beendet.

Am Samstag zeigt sich dann zwar endlich die Sonne, dafür schläft der Wind ein bisschen ein. Im ersten Rennen des Tages wird direkt das Zeitlimit überschritten. Im Verlauf des Tages bleibt es bei gemäßigtem Wind und unterdurchschnittlichen Platzierungen; Paul Ost hält mit Snacks die Stimmung hoch. Zum Tagesabschluss soll es dann nochmal ein Doppelschlag werden, und im ersten der zwei Rennen sieht es endlich mal richtig gut aus. Nach einem sauberen Start und solider erster Kreuz geht es als Erster um die Luvmarke, danach heißt es verteidigen. Vorm Ziel wird es zwar noch einmal knapp, aber der Sieg ist nicht mehr zu nehmen. Die Freude wird allerdings vom fehlenden Wind getrübt – statt eines zweiten Rennens direkt im Anschluss gibt es Startverschiebung im nun auch noch einsetzenden Nieselregen.

Auch am Sonntag bleibt es erst einmal bei inkonstantem Wind und Startverschiebung. Dann gibt es aber doch noch drei Flights zum Abschluss, bei denen leider nicht mehr an den Erfolg des letzten Abends angeknüpft und der geringe Punktabstand nach oben nicht mehr aufgeholt werden kann.

Trotz hartem Kampf verabschiedet sich der KaR daher mit gemischten Gefühlen und einem 16. Platz aus Kiel. Wir gratulieren dem Potsdamer Yacht Club zum Sieg und bedanken uns für die tolle Unterstützung der KaR-Mitglieder. In der Gesamtwertung steht der KaR aktuell auf dem neunten Platz, das nächste Event startet am 15. September in Konstanz.

 

📸 Credit: DSBL / Fabian Frühling


Montag, 31. Juli 2023

Segel-Bundesliga: Zweiter Spieltag 2023 - Travemünde

Wind aller Stärken vor Travemünde

Am Donnerstagabend, den 27. August 2023, klarierten Worry (Paul) Worrmann, Florian Schlitter, Henrike Germar und Felicia Moeltzner die Schoten auf einer J70 auf der Trave, ein letztes Training vor dem zweiten Spieltag der Segelbundesliga. Das Event fand im Rahmen der Travemünder Woche statt.

Am Freitagmorgen um zehn Uhr verkündete der Wettfahrtleiter, dass er auf Grund des fehlenden Windes erst einmal AP (Startverschiebung) setzten würde, das Team vergrub seine Zehen im Sand. Um Zwölf kam das Signal zum Auslaufen und das KaR-Team ging mit Worry an der Pinne in das erste Rennen. Bei leichten Windbedingungen ging es mit seichten Rollwenden bei auflandigem Wind über den Kurs. Die Startansätze am Startstiff gelungen und es wurden zwei zweite Plätze ersegelt. 

Am Samstagmorgen stiegen sie Segler*innen bei einem spannenden Wolkenbild auf den Shuttle, die Regenjacken in der Hinterhand. In den ersten zwei Rennen wurde sich an die ungewohnten Bedingungen; ablandiger Wind, Strom und wechselnde Seiten, gewöhnt (6-6). Die Wolken brachten ein ordentliches Gewitter und damit eine kurze und nasse Pause für alle Beteiligten. Nachdem weitere zweite Plätze auf die Ergebnisliste geschrieben wurden und der Tag mit einem hervorragenden ersten Platz, einem Gin in der Hand und dem Teambesuch von Paul Ost beendet wurde. 

Am Sonntagmorgen um 09.20 Uhr legte das Team vom Steg ab und segelte sich intensiv ein. Der Tag wurde mit einem dritten Platz begonnen und bei zunehmendem Wind folgte ein weiterer zweiter Platz. Nach einer Bereinigung auf Grund eines Frühstarts wurde leider der Anschluss des Feldes verpasst, ein Zieleinlauf bei Regen als Sechste. Bei starkem Wind wurde das 13te Flight angeschossen, das letzte dieses Spieltages. Trotz des Versenken des Gennakers wurde der letzte Vorwind des Events mit hoher Geschwindigkeit im Ziel mit einem vierten Platz beendet.
Jede mögliche Platzierung wurde ersegelt, die Punktabstände waren eng, das Team hat gekämpft und sein Potential gezeigt und beendete den zweiten Spieltag auf dem zehnten Platz.

Wir gratulieren dem Bayerischen Yacht-Club und dem Blankeneser Segel-Club und bedanken uns für die Unterstützung der KaR-Mitglieder.

Der KaR befindet sich in der Gesamtwertung auf dem sechsten Platz der zweiten Segelbundesliga. Mit Vorfreude bereiten wir uns für den dritten Spieltag in drei Wochen in Kiel hin.
Bis dahin; Moin und Ahoi!


📸 Credit: DSBL / Fabian Frühling


Montag, 15. Mai 2023

Segel Bundesliga - 1. Spieltag Berlin

1. Spieltag der DSBL - eine Zahn-OP, ein Knie und eine Menge Einsatz

Am Freitagmorgen (12. Mai) düsen vier Segler des BuLi-Teams des KaR auf dem Fahrrad zum großen Wannsee in den VSaW. Paul Ost und Erik Schulz als Steuermann und Taktik-Kombination, Jacob Alekian mit einem angeschlagenen Knie aber bereit an allen Schoten zu ziehen und Henrike Germar mit einem anderen Blickwinkel auf die J70 auf dem Vorschiff. 


Nachdem die ursprüngliche Teamkonstellation mit Paul Worrmann (Worry) auf Grund der Heimtücke von Weisheitszähnen nicht möglich war, werden dieses Wochenende auf dem Wannsee in der zweiten Bundesliga einige Wechsel stattfinden, nicht nur was die Windrichtung angeht, sondern auch in der Teamkonstellation. Bei traumhaften Bedingungen, 15 Knoten und Sonne, geht es mit Geschwindigkeit über die Startlinie und auf einem dritten Platz ins Ziel. Ein guter Start in den Tag an dem es nur noch besser wird. Das Team spielt sich ein und den Rest des Tages hagelt es vier erste Plätze. Der Tagessieg wird mit Gin und Pasta zelebriert, Jacob verabschiedet sich und das Team freut sich am Samstagmorgen auf ein neues altes Gesicht. 


Simon Merz reist aus Hamburg an, um das KaR-Team auf dem alten Heimrevier, dem Wannsee, auf dem Vorschiff zu unterstützen. Henrike geht an die Schoten der Fock und des Gennakers und Paul und Erik analysieren Dreher, Böen und BVG-Fähren auf dem Wasser. Das Team findet im ersten Rennen noch zusammen und kommt als fünfte ins Ziel, bevor die Einserreihe über den Tag bei schönsten Segelbedingungen bei bis zu 22 Knoten fortgesetzt wird. Der Tagessieg ist sicher aber der Joersfelder Segel-Club ist in Angriffsposition auf Platz 2 und bereitet sich alkoholfrei auf die sonntäglichen Duelle vor. 
Am Sonntagmorgen ist die Windstärke reduziert, die Motivation groß und die Unterstützung durch KaR-Mitglieder auf Land und Wasser beeindruckend. Das KaR-Team startet im zwölften Flight gegen den direkten Konkurrenten JSC. Die Windrichtung lässt nicht viel Handlungsspielraum offen, eine Einbahnstraße zum Luvfass und der JSC ist schneller, der KaR geht als zweites Schiffs ins Ziel. 


Im nächsten Rennen geht es gegen die Zeit, bei nachlassendem Wind wird auf dem letzten Gennakerkurs der Countdown gezählt und die J70 geht bei 19:57 min auf dem ersten Platz ins Ziel. Es stellt sich die Frage, ob ein weiteres Rennen bei diesen Windbedingungen möglich wird. Der Wind frischt auf und es geht punktgleich mit dem JSC auf den Kurs. Das schlechtmöglichste Ergebnis ist der zweite Platz, der Abstand zum dritten ist abgesichert. Der JSC muss sich beim Start bereinigen und fährt auf die rechte Kreuzseite, während der KaR auf der linken Kreuzseite die Böen ausfährt. Mutig wird auf dem letzten Vorwind die linke Seite gewählt in der Hoffnung den flotten JSC noch einzuholen, welcher das letzte Rennen des Events für sich entscheidet und damit den Gesamtsieg holt. 

Das BuLi-Team des KaR steht auf dem Treppchen glücklich auf dem zweiten Platz vor der SV Itzehoe. Wir gratulieren!
 

Ein erfolgreiches erstes Wochenende in der Segelbundesliga 2023, welches ohne die Bereitschaft des gesamten BuLi-Teams und all seinen Unterstützer*innen nicht möglich gewesen wäre. 
Ein großes Dankeschön und wir freuen uns auf das nächste DSBL-Event Ende Juli in Travemünde.

Henrike - Für das BuLi Team

Alle Bilder: Adam Burdyło



Dienstag, 24. Mai 2022

Segel-Bundesliga 1. Spieltag 2022 - Hamburg

 Auf geht’s in die neue Saison – der 1ste Spieltag der Segel-Bundesliga 2022 in Hamburg

Am Freitagmorgen stellte sich das KaR-Team, bestehend aus Paul Ost an der Pinne, Florian Schlitter auf der Taktik, Henrike Germar an den Schoten und Paul (Worry) Worrmann auf dem Vorschiff, die Frage, ob sie es noch rechtzeitig zum ersten Flight des ersten Spieltags auf der Hamburger Außenalster schaffen würde. Bereits um 6.30 Uhr in Berlin ins Auto gestiegen, standen wir 30 km vor Hamburg eine Stunde lang im Stau und sahen Rauchschwaden aufsteigen. Im flotten Schritt liefen wir um 10.30 Uhr über das Gelände des Hamburger Segel-Club uns saßen pünktlich um 11 Uhr auf dem Motoboot-Shuttle zum 2ten Rennen des ersten Flights. 

Bei Sonnenschein und ruhigen Windbedingungen mit 8 Knoten wurde unser erstes Rennen gestartet. Der freie Start mit Geschwindigkeit brachte uns Entscheidungsfreiheit und auf dem zweiten Vorwind sahen wir uns als erste durchs Ziel segeln, als wir das Abbruchsignal hörten. Abnehmender inkonstanter Wind hatten den Wettfahrtleiter zu dieser Entscheidung geführt. Die gemäßigten Windbedingungen erlaubten uns nach längeren Startverschiebungspause die Vollendung von drei Rennen, in welchen wir die Platzierungen 3+3+4 ersegelten. Das Nachvornekämpfen mit erfolgreichen Kreuzen und guten Vorwindentscheidungen war am Freitag unsere Stärke. 


Am Samstagmorgen zeigten sich auf der Alster die Auswirkungen des Stumtiefs mit starken Böen unter grauem Himmel. Das dritte Flight wurde mit dem ersten Rennen des Tages geschlossen und wir saßen um 9 Uhr auf dem Shuttle, um das vierte Flight zu eröffnen. Bei 18 Knoten Wind starteten wir am Startschiff und fuhren die erste Kreuz auf der rechten Kursseite, die drehenden böigen Winde auf der Alster favorisierten die linke Seite, wir gingen vor der fünften J70 um die Luvtonne. Die Distanzen zu den Gegnern wurden verringert, wir fuhren als vierte über die Ziellinie. Die Startkreuz des fünften Rennens über die linke Kreuzseite war erfolgreich und resultiere in einem sehr engen Zieleinlauf. Der vermutete Sieg wurde im Nachgang zu einem zweiten Platz für das Team des KaR. Der stark zunehmende Wind und kritische Situationen auf dem Kurs bewegten den Wettfahrtleiter zur Startverschiebung, Material schonend. 

Nach einer längeren Pause beendeten wir das sechste Flight mit einem vierten Platz. Bei Niederschlag und windigen Bedingungen bis zu 30 Knoten zeigten sich die Erfolge bei den Teams, die es schafften ihre J70 auf dem Vorwind in die Gleitphase zu zwingen. Trotz guter Startanlagen konnten wir unser Potential an diesem langen Nachmittag nicht ausschöpfen und sammelten 5+4+5 Punkte für die Gesamtwertung. 


Am sonnigen Sonntagmorgen bauten wir um 8.30 Uhr die graue J70 auf, um das 10 Flight zu eröffnen. Die Windvorhersagen von 4 bis 6 Knoten spiegelte sich auf dem Wasser wider. Das Erreichen der Böen war zielführend, gelang uns und wir gingen als zweite ins Ziel. Mit abnehmendem Wind fiel um 12 Uhr der Startschuss für die Kultur-Regatta, bei der 18 regattierende J70-Boote mit illustrierten Großsegeln die Nachhaltigkeitsziele der UN repräsentierten, eine Initiative der Monheimer Kulturwerke. 

Nach dem Sieg des NRV bei der Kultur-Regatta und dem Tausch der Kunst-Großsegel folgte das elfte Flight. Nach einer guten Startanlage und einem herausfordernden zweiten Vorwind bei sehr wenig Wind beendeten wir das letzte Rennen des ersten Spieltags mit einem zweiten Platz. 



Unter den fordernden und diversen Bedingungen des ersten Spieltags auf der Hamburger Außenalster platzierten wir uns in dieser neuen Teamkonstellation mit 38 Punkten auf dem 9ten Platz in der Gesamtwertung. Wir gratulieren unseren Trainingspartner - dem ASVW - zum Sieg des 1. Spieltages der 2. Liga und blicken dem nächsten Spieltag auf der Kieler Innenförde mit Freude entgegen. 

Grüße,

Das Bundeliga-Team des KaR.

Alle Bilder: Felix Diemer & Julius Osner/DSBL