Dienstag, 16. Dezember 2014

Advents Regatta 2014

Nun schon zum dritten Mal in Folge haben wir unsere Adventsregatta auf Lasern veranstaltet. Als festen Termin sollte sich jeder von uns schon mal den dritten Adventssonntag 2015 vormerken. Am Sonntag, den 14. Dezember trafen sich  15 Segler_Innen sowie viele Zuschauer am Gästesteg des KaRs um bei Bratwurst, Glühwein und Kakao, um die jeweils vier Segelnden anzufeuern und ihnen zuzujubeln.
Das Publikum mit Wurst, Glühwein und guter Laune unterm Flaggenmast.
In verschiedenen Gruppen wurden in jeweils 2 Läufen die Qualifikation für Bronze-, Silber- und Goldrennen ersegelt. Aber was heißt hier eigentlich ersegelt? Leider hatten wir über weite Strecken des Tages gar keinen Wind, sodass  aus dem Segeln der Wettkampf um das erfolgreichste Pumpen wurde. Verschiedene Techniken wurden dabei erprobt und anschließend bzw. auf den Zuschauerrängen diskutiert.
Tonnenrundung! Ob Lee- oder Luvtonne ließ sich selten feststellen.
 Es wurden Techniken  liegend und sitzend, vor und hinter dem Mast, schnell und langsam, über- und unterwasser unterschiedlich erfolgreich erprobt. Der ein oder andere testete  wie schon in den vorherigen Jahren üblich durch ein oder mehrere Kenterungen die Wassertemperatur. Aus persönlicher Erfahrung empfehle ich an dieser Stelle Trockenanzug oder Neo zu dieser Jahreszeit.
Gladiatoren nach beendeter Arbeit in der KaR-Arena
Mit Eleganz, Technik und großer Lasererfahrung setzte sich Paul Ost (Steuermann der J24) vor Mark und Flo bei diesem großen Segelspaß durch und konnte am Ende des Tages den Siegerpokal Pauly stolz in die Luft stemmen. Die weiteren Platzierungen entnehmt ihr bitte dem nächsten Bild.
Ergebnis für Fortgeschrittene
Mir bleibt jetzt nur noch allen Seglern und Zuschauern für ihr Kommen zu danken, ganz besonders aber
Malte H. und Phillip für das Grillen der Bratwürste,
unseren Wirtsleuten für die Getränke,
Thilo für die Wettfahrtleitung,
Felix für die Vorbereitung der Boote
und Sebastian für die tollen Fotos ( es gibt noch viele mehr!).

Euch allen frohe Weihnachten!


Best of 2014

Zum Jahresende hab ich wieder einmal alle meine Videohighlights dieser Saison zusammengeschnitten. Pippilotta, 60 Seemeilen, und vieles mehr ist dabei. Am besten bei Youtube in HD gucken.



Die Klub GoPro kann sich übrigens jeder ausleihen. Einfach mir kurz Bescheid geben.

Freitag, 7. November 2014

Letzte Helden

Nachdem wir fast eine Woche ununterbrochen jeden Tag nach Feierabend in der Werkstatt unser Boot aufgehübscht haben ging es mit einiger Verspätung und ordentlich Schlafmangel am Freitag Abend los Richtung Elbe. Die Boote haben wir nicht mehr aufbauen können und sind gleich zu unseren i14 Kollegen, welche alle in einem Haus untergekommen sind. So wurde der Abend noch ein bisschen länger und nach wenigen Stunden Schlaf klingelte um 5 Uhr schon wieder der Wecker, denn Start war aufgrund der Gezeiten um 8:20 Uhr angesetzt.
Also mit Kopflampe die Boote abladen und im Dunkeln aufbauen, glücklicherweise wird es mit der aufgehenden Sonne auch schon richtig warm und so bleibt das Spraytop an Land.


unsere Hafeneinfahrt, die es im starken Strom zu treffen gilt
Beim Auslaufen in den Sonnenaufgang sind dann Müdigkeit und der ganze Stress erstmal vergessen. Mit der Berufsschiffahrt bekommen wir auch keine Probleme, zum ersten Start kommen wir gerade noch rechtzeitig. Unseren zweiten Platz geben wir dann leider gleich wieder ab, da wir noch keine Ahnung haben wo und wie der Strom setzt. Mittlerweile wird es trotz ärmellosem Neo ganz schön warm, und das im November!
Im zweiten Rennen gelingt uns dann der beste Start und mit neu gewonnener Stromkenntnis wird der erste Platz bis ins Ziel verteidigt, so darf ein Saisonabschluss aussehen!
Als schnelleste Boote haben wir i14s noch keine großen Probleme ins Ziel zu kommen, die 70 langsameren aus den anderen Klassen kommen aber schon teilweise nicht mehr gegen den Strom an. Dann wird der Wind endgültig abgeschaltet und wir treiben erstmal hilflos Richtung Helgoland. Eins der vielen Begleitboote sammelt uns dann doch noch ein und als Tagessieger (punktgleich mit dem zweiten und dritten) geht es wieder in den Hafen.

Durch den frühen Start ist der Tag noch lang und wir gucken ein bisschen Bundesliga auf der Alster und legen alle noch einen Mittagsschlaf ein.


Warten auf den Wind am Sonntag
Der Sonntag beginnt nicht ganz so gut, am ersten Start bleiben wir mit der oberen Saling im Verklicker eines Taifuns hängen. Da unsere berliner Kollegen jedoch auf dem ersten Vorwind kentern, können wir uns noch auf den zweiten Platz retten.

ein bisschen Wind fürs Foto vortäuschen
Mittlerweile weht es ganz ordentlich und die Umstellung auf die Doppeltrapezbedingungen 
fällt uns ein wenig schwer. Wir bewegen uns zu viel, tauchen zu oft das Heck ein und können nicht ganz mithalten.
Am Ende des Tages sind wir trotzdem noch zweiter (punktgleich mit dem dritten).


durch den schlechten Start müssen wir noch ein paar langsamere Skiffs überholen

Mit Vollgas surfen wir noch ein paar Frachterwellen ab und schaffen es dann im starken Strom durch die Hafeneinfahrt. Leider ist der Kameraakku mittlerweile leer. 10m vor dem Strand kippen wir dann noch vor den Augen zahlreicher Spaziergänger um, aber das kann die Stimmung auch nicht mehr trüben.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Senatspreis 2014 mit der J/24

Ein aufregendes Wochenende liegt hinter uns. Der Senatspreis, der auch dieses Jahr vom Berliner Yacht Club ausgetragen wurde, startete mit einem mäßig windigen Samstag.

Da Jan sich leider an der Schulter verletzt hatte, segelte Alexander Sidor aus unserem Nachbarverein SVST mit. Start war um 11 Uhr geplant.

Die Tageshöchstprognose betrug 10 Knoten, welche schon morgens erreicht waren. Danach wurde es stetig weniger.

Nach zwei gestarteten Rennen, die jeweils nach zwei Bahnen abgebrochen wurden, schickte uns die Wettfahrtleitung in den Hafen. Unsere Platzierungen waren circa 7. und ein erfreulicher 2.

Für Sonntag war noch weniger Wind angesagt, weshalb wir mit keinen Rennen rechneten.

Dem war jedoch nicht so. Pünktlich zum Start setzte sich ein leichter Wind aus nordwestlicher Richtung durch.

Nach dem hochmotivierten Startverhalten der J24-Klasse sah der Wettfahrtleiter sich gezwungen, seinen Start unter Black Flag durchzuführen. Wir erwischten im ersten Rennen einen guten Start, mit gutem Bootsspeed und guter Technik konnten wir uns bis zur Tonne 1 den ersten Platz ersegeln und diesen auch bis zur Leebahnmarke halten. Auf der zweiten Kreuz kamen kleinere taktische Fehler und ein wenig Pech zusammen und summierten sich auf einen 5. Platz im Ziel.

Dann drehte der Wind auf Nord und nach der Kursverlegung konnten wir bei immer noch mäßigem Wind die zweite Wettfahrt starten. Wir erwischten einen schwachen Start. Diese Wettfahrt entschied sich auf der Startkreuz, da das Rennen, geprägt von Windaussetzern im weiteren Verlauf, keine taktischen Möglichkeiten auf Verbesserung der Platzierung bot. Wir haben dennoch das Beste aus unserer Ausgangsposition gemacht und konnten die Ziellinie wieder als fünfter überqueren.

 Das letzte Rennen war etwas ganz Besonderes: Nach einem soliden Start, rundeten wir die Tonne an 3. Position. Ein weit zurückliegendes Starboot mischte unsere taktischen Pläne auf, sodass wir uns, anders als das restliche Feld, für einen direkten Kurs, und nicht für den Luvbogen entschieden. Bis zur Hälfte des Vorwindkurses sah es für uns miserabel aus. Doch dann flaute der Wind komplett ab, und unsere vermeintlich schlechte Position ermöglichte uns, zur einzigen Böe zu gelangen, welche uns zum Gate „segeln“ lies. Es war wohl eher ein Treiben. Das restliche Feld bewegte sich kaum. Als erster durchquerten wir das Gate und Hörten 2 Signale, Bahnverkürzung und Zieldurchlauf. 1. im Ziel, wir freuten uns riesig.

Etwas Angst blieb, dass wir durch die Blackflag rausgeflogen sein könnten, dennoch rechneten wir mit einem 3. Platz. Als wir bei der Siegerehrung auch nicht als 2. aufgerufen wurden, war klar, wir hatten Black Flag, doch dann hörten wir unsere Namen. Konnte das sein? Platz eins im Gesamtergebnis? So wars. Black Flag hatten zwei Teams vor uns.

Das Ergebnis war so unerwartet. Mit dieser Teamkonstellation waren wir überhaupt nicht eingespielt, und doch lief es erstaunlich gut. Die Manöver wurden immer besser.

Ein erfolgreiches Wochenende motiviert uns für die nächste und letzte Regatta im November in Hamburg.

 

Bis dahin Ahoi,

 

Euer Team Fast Forward unter dem Sponsor Accurat

Montag, 29. September 2014

2. Segelbundesliga Friedrichshafen - Tag 2 und 3 (mit Links zur Aufzeichnung der Live-Übertragung!)

Samstag beginnt für uns nicht sehr erfreulich. Bei sehr leichtem Wind gelingen die Starts nicht gut und unsere Geschwindigkeit scheint weit hinter den anderen Teams zurückzuliegen. Ein letzter, zwei vorletzte und ein weiterer letzter Platz lassen uns zwischenzeitlich auf Platz 16 absteigen. Die Stimmung ist im Keller und die Relegation scheint allmählich unausweichlich.
Die Bedingungen werden immer schlimmer, im fünften Lauf des Tages landen wir nach einem guten Start durch extrem löchrige Windbedingungen wieder am Ende des Feldes. Wenige Meter, bevor die ersten das Ziel erreichen, dreht der Wind um 180° und der Lauf wird zum Glück abgebrochen.

Der jetzt einsetzende Wind aus der entgegengesetzten Richtung ist stärker und konstanter, während die Bahn umgedreht wird stellen wir das Boot auf die Bedingungen ein und landen im nächten Lauf einen ersten Platz. Moralisch gestärkt gelingt uns das gleich nochmal. Im letzten Lauf des Tages starten wir dann leider zu früh, können aber noch zwei Teams überholen.
Im vorläufigen Ergebnis haben wir uns somit wieder aus den Relegationsplätzen nach oben gearbeitet und die Welt sieht wieder etwas rosiger aus.

Für Sonntag ist wieder sehr schwacher Wind vorhergesagt, das bereitet uns ziemliche Sorgen. In unserem ersten Lauf zieht uns aber nur der Potsdamer Yacht Club davon. Wahrscheinlich haben wir Seegras am Kiel hängen, unser Boot ist sehr langsam, aber die Verteidigung des zweiten Platzes gelingt.
Danach schläft der Wind komplett ein und es folgen mehrere Stunden Startverschiebung. Kein weiteres Rennen würde für uns den sicheren Klassenerhalt bedeuten, wäre aber auch schade, da wir heute auf der TV-Bahn mit Live-Übertragung segeln.

Der Wind setzt dann doch noch ein und ist überraschend stark. Der erste Lauf wird trotz einer nicht ausrollenden Fock und einem hakenden Gennaker-Fall ein Sart-Ziel Sieg und der Klassenerhalt ist gesichert. Ohne Druck starten wir kurz vor der letzten Startmöglichkeit um 15 Uhr in den letzten Lauf des Events und in den finalen Lauf der 2. Liga. Nach mehreren Führungswechseln gelingt uns noch ein Sieg, der uns in dem Event auf einen hervorragenden 6. Platz und einen 7. Platz in der zweiten Liga katapultiert.
Nur der Eventsieger SMCÜ hat mehr Laufsiege eingefahren als wir.

Die beiden Live-Übertragungen sind hier zu sehen, über den Link solltet ihr direkt an die Richtige Stelle springen (ansonsten findet ihr die Starts bei 2h6m8s und 3h7m53s).
erster Lauf (Boot 12)
zweiter Lauf (Boot 10)

Auf der Rückfahrt haben wir dann schonmal an einem Trainingskonzept gearbeitet, um auch in der nächsten Saison konkurenzfähig zu bleiben.

Freitag, 26. September 2014

2. Segelbundesliga Friedrichshafen - Tag 1

Windfinder hat leider richtig vorhergesagt, und so haben wir in unserem Trainingsblock um 10:15 nur spiegelglattes Wasser. Da Simon, Thilo und ich noch nie auf der B/one gesegelt sind, spielen wir trotzdem alle Manöver einmal durch.

Nachdem wir uns die erste Wettfahrt des Tages angeguckt haben, sind wir gleich in der zweiten dran. Am Start berührt uns leider der SV03 in Lee und wir bekommen sofort eine Strafe. Der Lauf wird jedoch nach der ersten Tonnenrundung mangels Wind abgebrochen und es geht erstmal wieder in den Hafen.

Um 16:30 werden wir nochmal rausgeschickt, beim ersten Start blockieren sich zwei Boote vor uns und wir können uns nicht frei wenden, da die Ankerleine vom Startschiff sehr lang ist und aufschwimmt. Auf dem 5. Platz liegend wird auch dieser Lauf wieder abgebrochen, da der Wind wieder komplett einschläft.

Im darauf folgenden Lauf können wir uns nach einer mäßigen Startkreuz auf den zweiten Platz vorarbeiten. Die Bahn wird in der zweiten Runde auf ca. 50m verkürzt um das Zeitlimit noch einzuhalten und wir können den Lauf erfolgreich beenden.

Während wir schon mit Bier auf der Terasse sitzen treiben die Teams aus dem nächsten Lauf noch eine Weile auf der Bahn rum und müssen dann ohne eine beendete Wettfahrt wieder reinfahren.
Bisher wurden also nur 2 von 45 geplanten Wettfahrten gesegelt, wir haben noch maximal 14 Wettfahrten vor uns.

Morgen soll etwas Wind sein und es kann hoffentlich richtig gesegelt werden, da es für Sonntag schon wieder nicht so gut aussieht.

2. Segelbundesliga

Unser Team ist in Friedrichshafen eingetroffen. Leider sieht es mit dem Wind nicht so gut aus. Heute Morgen gibt es noch eine Trainingseinheit auf der B/One, ab 14:00 Uhr dann die Rennen mit hoffentlich etwas Wind.
Wie ist die Ausgangslage?
Wir sind auf Platz 9 mit 18 Punkten. Die Plätze 13 bis 18 müssen in der Relegation in 2 Wochen um einen erneuten Platz in der 2. Liga kämpfen. Der 13. hat im Moment 15 Punkte. Der Vorsprung ist also knapp. Da muss unser Team aufpassen.
Die Plätze 6 bis 4 können Anfang November um einen Aufstieg in die 1. Liga segeln. Der 6. hat im Moment 20 Punkte, ist auch nicht weit vom KaR entfernt.
Es ist als noch alles, bis auf den direkten Aufstieg, möglich!