Mittwoch, 2. November 2016

5. Bundesligaspieltag - KIEL 15.-17.09.2016


Es geht so langsam auf die Zielgerade der Bundesligasaison. Der vorletzte Spieltag steht in Kiel an; für uns in der Teamkonstellation Simon, Thilo, Sebastian und Malte das zweite Mal Bundesliga segeln nach dem Saisonauftakt in Starnberg. So richtig wissen wir nach der langen Pause nicht, wo wir stehen. Aber unterstützt von Felix vor Ort kann eigentlich nichts schief gehen. Im Audi Teamfahrzeug sponsored by FloSchlitter reisen wir am Donnerstag an und nachdem wir uns den Schlüssel der Ferienwohnung fürs Wochenende abgeholt haben, gibt es noch eine Stärkung beim Griechen in einem Außenbezirk von Kiel.
Am nächsten Tag wartet dann die Kieler Innenförde mit der größten Segeljacht der Welt und einem Delfin auf uns. Darüber hinaus gibt es noch 35 andere Bundesligateams, die in der 1. und 2. Liga mit und gegen uns in 15 Rennen pro Verein - und weiteren zwei Finalläufen für die jeweils sechs Bestplatzierten - um die Punkte kämpfen.
Im ersten Rennen sind wir alle an Board noch recht aufgeregt und so starten wir mit einigen Fehlern erst einmal mit 6 Punkten = letzter Platz in das Event. Doch gleich im nächsten Lauf können wir das Ganze wieder drehen. Platz 1 lässt uns optimistisch auf die weiteren zwei Rennen an diesem Tag blicken. Verfrüht! Im darauffolgenden Rennen handeln wir uns in der Startvorbereitung im Zweikampf mit dem amtierenden deutschen Meister DTYC im Stehduell ein Penalty ein. Wir segeln vom Start weg allen hinterher und können keine Plätze mehr aufholen. Das folgende Rennen dominieren wir zwar und queren als erste die Ziellinie, bekommen aber ein OCS gutgeschrieben. Etwas zu früh am Start. So gehen wir mit ordentlich Punkten und einem letzten Platz in der Tabelle schlafen.
Der nächste Tag mit deutlich mehr Wind auf der Innenförde liegt uns zu Beginn deutlich besser. Nach 4 Rennen, bei denen Felix zwei mal das Rupenhorn stoßen durfte, haben wir uns in die erste Tabellenhälfte verholt. In einer etwas längeren Pause genießen wir den gelungenen Auftakt bei Cafe und heißer Schokolade. Doch anschließend will uns nichts mehr so richtig gelingen. Es läuft einfach nicht mehr. Trotz Platzierungen um zwei und drei nach der ersten Startkreuz segeln wir uns regelmäßig auf die Plätze 4, 5 und 6 zurück. Es ist der Wurm drin...
Und der bleibt da auch am Sonntag. Lediglich im letzten Rennen bei wieder weniger Wind schaffen wir noch einmal einen 3 Platz. Im richtigen Moment; den so erreichen wir zumindest noch den 13 Platz an diesem 5. Spieltag. Schadensbegrenzung und Platz 11 overall.
In Hamburg wird es dann richtig zur Sache gehen. Der Kampf um den Klassenerhalt steht an.

Samstag, 3. September 2016

Die Deutsche Meisterschaft der Dyas

Die IDM 2016 der Dyas Klasse fand in der schönen Marina Kröslin in Kröslin statt. Anstatt das die Schatzmeister (Malte Hoge und Philip  Heldmann - für die die es immer noch nicht wissen) des KaR’s wie gewohnt auf die Jagd der Meisterschaft gingen, versuchte Jacob Tiedemann als Vorschoter auszuhelfen.




Tag 1 & 2 – Anreise und Vermessung, nichts mit segeln.


Anreise war am 30.07.16. Mit einer sehr entspannten Fahrt aus Berlin kamen wir in Kröslin um 13 Uhr perfekt zum Beginn der Vermessung an. Sie sollte 2 Tage dauern. Nach dem die Segel am Samstag souverän vermessen wurden, kamen am Sonntag die Boote dran. Nach einem ausgewogenen Frühstück in einer extravaganten Ferienwohnung (einem Floating Boat) mit einem direkt über die Toilette erreichbaren Liegeplatz für die Dyas wurde das schöne Wetter auf der Terrasse genossen, bevor die Boote vermessen wurden.

Geplant war eigentlich ein Trainingstag, da wir nur einmal zuvor gemeinsam in Berlin trainieren konnten. Mit einer Brise gegen 15 Uhr (eher eine Brise Hoffnung) ging es raus auf die See, jedoch wurden wir schnell enttäuscht und fuhren nach einer halbe Stunde dümpelnd wieder rein. Somit war das einzige Highlight das Buffet und der Shantychor, der extra zur Eröffnung anreiste und für Stimmung sorgte!



Tag 3
Der Windfinder prognostizierte einen guten Wind und dem war auch so, als wir nach einer Stunde den Tonnen folgend in unsere Regattagebiet eintrafen. Nach einigen Manöverschlägen auf der Kreuz und auf dem Vorwind ging es mit der ersten Wettfahrt los. Wir stimmten uns gut durch einen ständigen Dialog an Bord ab und fuhren in dem Feld von 28 Booten einen 6., 7. und 5. Platz ein.  Damit waren wir am ersten Wettfahrttag mit dem 5. Platz hochgradig zufrieden. Highlight des Tages war(en) auf jeden Fall neben dem Freibier und der Tagesplatzierung, die 2. Wettfahrt, die sich zum Starttraining entpuppte. Nach einem Allgemeinen Rückruf kam endlich die Black Flag, die jedoch vor Ort neu definiert wurde. Auch eine Klasse, die mit einer großen Anzahl von älteren SegelerInnen besetzt sind kann nicht erzogen werden. Der 2. Start wurde trotz Black Flag mit einem Allgemeinen Rückruf abgebrochen. Der 3. Start wurde 1 Sekunde vor Start abgebrochen mit der Flagge „Allgemeiner Rückruf“ und der Flagge „Startverschiebung“. Wir waren alle so verwirrt, dass uns der 4. Start zwar gelungen ist, aber das ganze Feld mit einem Steuerbordbug starten musste, da das Pin End maximal bevorzugt war. Mit einem Anlieger ging es dann hoch zur Tonne 1.
Abends wurde das Starttraining des Wettfahrtleiters beim Freibier lautstark diskutiert und abgehakt. Mit dem Alkoholpegel sinkt halt eben auch die Vernunft.
Wie oben erwähnt gab es mehrere Highlights, sodass diese am Ende des Tages von Diesem einem Highlight übertroffen wurde. Hiermit lassen wir das Bild einfach unkommentiert.
 
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Tag 4
Der zweite Wettkampftag ging mit der Motivation los, dass man immer steigerungsfähig bleiben muss. Demnach wollten wir zum einen den 5. Platz verteidigen und gucken, wen man so oben angreifen kann. Wir konnten eines der Ziele umsetzen, indem wir den 5. Platz am Ende des Tages mit den Plätzen 9, 4 und ein 16 hielten. Highlight war der 4. Platz bei der Deutschen in der 5. Wettfahrt. Somit hatten wir auch das Ziel der Steigerungsfähigkeit angekratzt. Der 16. Platz in der 6. Wettfahrt war zum Glück kein Ausfall unsererseits sondern das ganze Feld hat sich irgendwie auf unerklärliche Weise komplett umgedreht, bis auf Ausnahmen.

Tag 5
3. Wettkampftag- die beste Leistung sollte gefahren werden. Nachdem Philip immer skeptisch war, dass wir es schaffen konstant zu bleiben, legten wir die beste Leistung hin. An diesem Tag wurde das Boot mit 140 kg Kampfgewicht im Trapez unantastbar. Der im Gesamtergebnis Vizemeister fuhr allen an diesem Tag bei 5 Windstärken einfach davon. Wir legten in der ersten von zwei Wettfahrten den 2. Platz hin. Es fühlte sich wie der erste an, da der Vizemeister locker 5-8 Minuten schon im Ziel wartete. Kann hier auch als Ironie bezeichnet werden.
Nach einem weitern 6. Platz fuhren wir in den Hafen zurück, kreuzend durch die 30 m Breite Fahrwasserrinne. Damit wurde Philip im Trapez mal gefordert und Jacob konnte sich beim steuern ausprobieren. Jacob fand das Manövertraining gut. Philip war danach, sagen wir  ein wenig erledigt. Das gekühlte Helle baute ihn auf der Terrasse unfassbar schnell wieder auf. Highlight war der 2. Platz und 3mal darf man raten: Wir hielten weiterhin den 5. Platz und konnten uns sogar nach hinten einen Puffer aufbauen.

Tag 6

Der letzte Tag stand an und wir wollten den mittlerweile „ewigen“ 5. gern „nach Hause“ segeln. Nach oben anzugreifen war es nur möglich, wenn die Gegner einen Aussetzer gehabt hätten. Mit einem 4. Platz und einem Frühstart des unmittelbar vor uns in der Gesamtwertung liegenden Gegner  hatten wir noch die Hoffnung auf den Blechplatz (Oder wie Philip ihn beschreibt: Sieger der Herzen). Auf dem Heimweg setzte dann nochmal richtig Wind ein, den wir gebraucht hätten um anzugreifen.





Jedoch half uns der späte eingetroffene Wind und der Frühstart des vor uns liegenden nicht und mit 2 Punkten Unterschied auf den 4. Und 5 Punkte unterschied zum 3. waren wir sehr zufrieden den „ewigen“ 5. nach Hause bringen zu können und natürlich auf unsere erbrachte Leistung.

Fazit.
Eine Woche in einer Hammer Unterkunft gewohnt mit unmittelbaren Bootsliegeplatz. 4 Tage lang geiler Wind bei 4-5 Windstärken im Schnitt und süßer Ostsee Welle und jede Menge Bier. Mit einem 5. Platz konnten wir den KaR in Kröslin bei der IDM sehr zufrieden repräsentieren. Das Baltic Sea Resort hat den passend Spruch auf die Bierbänke gedruckt: Einfach. Sein. Und das taten wir.


Philip Heldmann und Jacob Tiedemann

Freitag, 26. August 2016

Start der i14 WM in Carnac

80 i14 aus aller Welt sind in Carnac eingetroffen und wir konnten heute im ersten Rennen immerhin mit Platz 47 Starten.



Ich bin schon seit zwei Wochen hier und hab mir für ein Training bei ordentlich Wind einen anderen Steuermann ausgeliehen.  Leider haben wir gleich die römische Mauer unter Wasser vor der Hafeneinfahrt gefunden und den Schwertkasten etwas demoliert.


Mittwoch, 10. August 2016

4. Turmregatta am Reschensee

oder Traumrevier, das sich noch nicht von seiner windigen Seite zeigte.

Neben dem Gardasee verstecken sich noch manch andere Segelrevierperlen südlich der deutschen Grenze. Dieses Jahr machte sich die Streamlineklasse auf, den Südtiroler Reschensee zu erkunden.
Der kleine, aber feine Segelverein Reschensee, der erst 2011 die Tore geöffnet hat, bietet sich da als Ausrichter an.




Das Gebiet ist große Klasse: Ein 6 km langer Stausee berühmt für seine kontroverse Geschichte mit Enteignung, Dorfsprengung und -überflutung. Zementiert in seinem Wahrzeichen, dem Alt-Grauner Kirchturm, der zur Hälfte aus dem See ragt. Der See liegt auf etwa 1400m Höhe und verspricht 300 Sonnentage, die im Allgemeinen schön starke thermische Winde zur Folge haben. Umrahmt wird der See von einer malerischen Kulisse schneebedeckter Berge, die an der 4000 Metermarke kratzen. Trotz Sommer-Hochsaison kommt der See sehr ruhig daher und nur ein paar wenige Kitesurfer ziehen ab und an ihre Bahnen.
Das kleine und feine Klubhaus des Seglerverein Reschensee

Die Anreise von München kann man durchaus als Katzensprung bezeichnen, umso
mehr freuen wir uns, dass drei Teams den weiten Weg aus Berlin auf sich genommen haben. Der Regattakalender versüßt ja auch die Anreise, weil die Events in Österreich und Italien clustern, so dass die Boote hier unten gelassen werden und die Teams so deutlich zügiger ihre Rückreise bestreiten können.
Tatsächlich erst nach der Regatta entstandenes Bild beim Probeschlag mit Manne!

Der Samstag beginnt ganz entspannt, da der erste Start nicht vor 13:00 vorgesehen ist. Diverse Boote werden noch gekrant und machen mit der ersten Besonderheit des Sees Bekanntschaft. Es gibt keinen richtigen Steg sondern nur Bojenliegeplätze. Klingt kompliziert, ist es aber nicht, da alle Mannschaften per Motorboot geshuttelt werden. Wir teilen uns das Event mit den Solingen, die seit Freitag da sind und schon fleißig ihre Bahnen ziehen.

Zum ersten Start haben wir etwa drei Windstärken. Die Thermik kann sich nicht so richtig aufbauen, weil das Wetter eher bescheiden ist. Gesegelt werden sollen drei klassische Runden 'up and down'. In der zweiten Runde lässt der Wind dann ordentlich nach und dreht in Richtung Einbahnstraße. Die Wettfahrtleitung erlöst uns am Ende der zweiten Runde mit der Flagge 'S'. Es geht zurück in den Hafen und wir lernen die weiteren Annehmlichkeiten des Gastgebervereins kennen: Freibier, Brotzeit und noch mehr Freibier. Da blüht das Seglerherz. Ein weiterer Start kommt auch nicht mehr zu Stande. Da hilft auch nicht, dass die Einheimischen von 4 Wochen Bombenwetter mit ordentlich Wind berichten können. Abends wird dann gemeinsam im großen Festzelt gespeist, mit 4-Gänge Menü von dem so manch anderer Segelverein vor Neid erblassen würde. Außerdem werden die Tagessieger mit rotem Trikot und Champus gekürt.

Noch abends wird beschlossen für die weiteren Rennen generell auf zwei Runden zu verkürzen, um noch möglichst viele Wettfahrten in die Wertung zu kriegen.
Der Sonntag fängt dann auch gut an. Die erste Wettfahrt geht bei Südwind sauber durch, der nächsten geht jedoch auf den letzten Metern die Puste aus. Bei der daraus resultierenden Bahnabkürzung gibt es zwar ein wenig Konfusion, aber nichts was einen Einfluss aufs Ranking hat.
Danach ist dann erstmal Glatze auf dem See. Die Sonne kommt raus, es wird verdammt heiß und wir können endlich die Wollmützen ausziehen, die für jeden Teilnehmer im Begrüßungspaket waren. Zusammen mit den Solingen segeln wir über den See und treiben einmal kollektiv um den bereits besprochenen Kirchturm herum und begaffen die Touristen an Land.

Die ersten Streamlines geben die Hoffnung auf und machen sich auf zum Kran,
allerdings setzt kurz vor der letzten Startmöglichkeit der Wind aus Norden wieder ein.
Der Wettfahrtleiter macht kurzen Prozess und so geht es mit den verbliebenen Streamlines noch ein letztes Mal auf die Bahn. Vielleicht liegt es am Sonnenschein in der Windpause, jedenfalls bläst es jetzt endlich mal mit guten 4 Windstärken. So macht die Streamline besonders viel Spaß. Champagnersegeln zum Abschluss.

Für alle Beteiligten bleibt das Herauskranen. Abgerundet wird es mit Freibier.
Das ist für uns besonders interessant, weil wir noch ein paar Tage Urlaub hinten dranhängen und auf die Rückreise verzichten können.
Definitely quite beautiful



Es bleibt noch die Zusammenfassung und der Ausblick: Verdammt schön hier im Hochgebirge. Ein See, der nicht langweilig wird – wenn doch, dann einfach mal unfreiwillig Mann über Bord Manöver üben. Wir haben den See jedenfalls taktisch noch nicht so ganz durchdrungen.

Ergo wiederkommen! Die würden uns hier auch nochmal nehmen. Freie Bojen gibt es auch, also können wir nächstes Jahr mit zwanzig Streamlines aufschlagen. 


3. Platz 2002 Adrian, Carlo und X
2. Platz 2073 Axel, Viecher und Thilo
1. Platz 2065 Malte, Thilo und Simon

Allerdings gibt's Wein zu gewinnen. Aus Tirol, in riesigen Flaschen…

Es grüßt eure GER 2065

Dienstag, 26. Juli 2016

Es stimmt: Hinten ist die Ente fett

 Vom 23. – 25. Juli ging der Ligazirkus in die nächste Runde. Spielstätte: Travemünde. Für den KaR sollten Paul, Florian, Katharina und Felix an den Start gehen. In dieser Besetzung haben wir in den Wochen seit dem letzten Ligaspieltag trainiert und sind vor nur wenigen Wochen in dieser Formation bei der J70 EM vor Kiel angetreten. Oline stand als 5. Person unterstützend an Land zur Seite und war somit offiziell für das Stoßen des Hornes beim Ablegen und bei Tagessiegen zuständig

Vollkommen positiv starteten wir mit der Zielsetzung in das Event, die Leistung aus Konstanz (Platz 8) zu bestätigen und bestmöglich unter die ersten 6 zu segeln, um so die Finalrennen zu erreichen.







Bei leichtem Wind und herrlichstem Sonnenschein konnten wir unsere Serie mit zwei  zweiten Plätzen beginnen, die uns in unserem Gefühl bestätigten, vorne dabei sein zu können.

Der erste Tag konnte mit dem 5. Platz in der Spieltagstabelle abgeschlossen werden. Natürlich war das nur eine Momentaufnahme, da alles sehr eng zugeht in der Liga, für uns dennoch ein gelungener Auftakt. Beim Aftersailbeer konnten wir das ein oder andere Rennen noch im SAP Sailcube analysieren, ehe wir den Heimweg antraten.

Zunächst hieß es an Land auf die einsetzende Thermik zu warten und so vertrieben wir uns die Zeit mit Doppelkofgespiele und Kaffetrinken . Die aufkommende Thermik sollte für fantastische Bedingungen sorgen. Ein etwas stärkerer Wind als am Vortag versprach spannende Rennen und Gleitbedingungen auf der Lübecker Bucht.

Ein solider 3. Platz zum Beginn des Sonntags, gefolgt von einem knappen 5. und einem Tagessieg ließen uns weiter am oberen Tabellenrand mitspielten. Allerdings rückten die Verfolger immer näher und Ausrutscher galt es nun mehr als zuvor zu vermeiden.

Der Tag wurde sehr lang und in den letzten beiden Rennen des Tages sorgten Unachtsamkeiten, Hakeleien mit anderen Teams und vermutlich der nicht mehr vorhandene Portwein für zwei derbe Platzierungen mit voller Punktzahl. Während der erste Ausrutscher mit einem kleinen Absrutschen auf Platz 7 fast noch verzeihlich war, ließ uns der zweite 6. Platz bis auf Platz 12 durchsacken. Allerdings nur 2 Punkte vom 7. Platz entfernt.
Etwas geknickt, aber hoffnungsfroh am Montag nochmals mit frischem Geiste angreifen zu können, nahmen wir etwas geschafft vom Tag die Empfangseinladung auf der Passat an und ließen den Tag ausklingen.

Der letzte Tag begann mit einer tollen Überraschung. Thilo reiste spontan mit Christian Schumacher und dessen Sohn Ben nach Travemünde um Olines Job zu übernehmen, da diese am Sonntag wieder nach Berlin musste.

Gemeinsam war es nun an der Zeit zu hoffen, dass sich ein Wind durchsetzen würde, sodass wir die Schnitzer des Vortags vergessen machen konnten. Der Himmel bedeckt, die Ostsee ein Spiegel. Die Befürchtungen, dass da nix mehr kommt wurden beim Warten auf der Mole immer stärker. Um 13.00h war es dann offiziell. Keine weiteren Rennen – keine weitere Chance unser Ziel doch noch zu erreichen. In unseren Köpfen gingen die „Hätte-Wenn-und-wäre Achterbahnen“ nun erst richtig los. Die fetten Punkte zum Ende der Serie zeigen dabei einmal mehr, wie eng es in der Segelbundesliga zugeht.
Es fühlt sich in etwa so an, wie wenn beim Fußball in der Nachspielzeit das entscheidende Tor gegen einen geschossen wird und das Spiel nicht mehr angepfiffen wird.

Vermutlich werden die Gedanken an die letzten zwei Rennen uns noch ein paar Tage beschäftigen und müssen einfach durch das Aufsteigen aufs Trainingsboot ausgebremst werden.

Nichtsdestotrotz hatten wir in Travemünde großartige Segeltage, in denen wir wieder viel lernen konnten. Vielen Dank für die großartige Unterstützung von Zuhause, aus Italien und von dort wo es die Rupenhorner in der Sommerzeit halt noch so hin verschlägt.

Bis zum 19. August ist der KaR auch in der Gesamtwertung auf dem 12. Platz, ehe es auf dem Wannsee zum Heimspiel kommt.

Liebe Grüße

Das KaR - BuLiTeam